Freitag, 3. Februar 2023

Als die Welt zerbrach von John Boyne


Die liebenswerte 90-jährige Gretel Fernsby verbringt ihren Lebensabend in einem Londoner Villenviertel. Ihr ruhiges Leben wird durch den Einzug einer kleinen Familie in die Wohnung unter ihr aufgerüttelt.  Sie ahnt nicht, dass der neunjährige Henry sie an ein enges Familienmitglied von ihr erinnert. Um Henry zu retten, muss sich Gretel entscheiden, ob sie sich weiter verstecken will oder sich ihren vergangenen Dämonen stellen muss.  


John Boyne versteht es, die Leserschaft von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Auch wenn man den ersten Teil "Der Junge im gestreiften Pyjama" nicht kennt, wird man von dieser Geschichte gefesselt. Mir hat der warme Erzählstil und die spürbare Nähe zu den Protagonisten sehr gefallen. Die Sprecherin Elisabeth Günther verleiht dieser emotionalen Handlung zusätzlich noch eine besondere Note. Ich konnte mich nur schwer von der Erzählung trennen. Die knapp 11 Stunden Hörzeit vergingen wie im Flug. 

Der Autor lässt anfangs im Jahr 2022 die 90-jährige Gretel als Ich-Erzählerin zu Wort kommen. Sie berichtet von ihrem gemütlichen Leben in ihrer großzügigen Londoner Stadtwohnung, plaudert über ihr Verhältnis zu ihrem Sohn, der wieder einmal heiraten möchten. Sie verbringt ihre Tage ruhig und mit wenig Abwechselung. Man kann sich sehr gut diese nette alte Dame vorstellen. 

Der Sprung in das Jahr 1946 zeigt eine andere Gretel. Zusammen mit ihrer Mutter ist das deutsche Mädchen von Polen nach Paris geflohen. Beide bemühen sich, ihre Herkunft zu verheimlichen. Statt - wie gewohnt - in sehr guten Verhältnissen zu leben, schlagen sie sich dank ihrer Ersparnisse mehr schlecht als recht durch. Die junge, quirlig und neugierige Gretel ist sehr sympathisch und man nimmt Anteil an ihrem Leben als Flüchtling. 

Erst nach und nach werden immer mehr Details aus Gretels Leben aufgedeckt. Es gibt viele dunkle, grausame Schatten, die sie ihr Leben lang begleitet und bedrückt haben. Als Hörerin war ich oft gefühlsmäßig hin- und hergerissen. Die Deutsche Geschichte ist voller Gräueltaten und niemand sollte davon kommen, der Schuld auf sich geladen hat. Doch ganz so einfach ist die Schuldzuweisung rückblickend nicht. Nicht nur Gretel ringt um eine Entscheidung, sondern auch ich konnte mich selbst nach langem Nachdenken nicht so einfach festlegen, wie Gretel handeln sollte. 

Es geht um Schuld, Verbrechen und dem Selbsterhaltungstrieb, der in jedem Menschen steckt. 

Ein Hörerlebnis, welches mich noch lange Zeit beschäftigt hat. 


Großartig, wenn SchriftstellerInnen es verstehen, geschichtliche Elemente gekonnt in Romanhandlungen zu verweben und ihren Teil zum Nichtvergessen beitragen. Ein wunderbares, sehr empfehlenswertes Hörbuch. 


Von mir gibt es 5* von 5 Punkten

Hörbuchinformationen
Erschienen: 27.10.2022
Verlag:  OSTERWOLDaudio
ISBN: 978-3-86952-572-3
2 CDs
Laufzeit: 714 Minuten





Dienstag, 31. Januar 2023

Der Fußgänger von Wigald Boning


Ungewöhnlich und unterhaltsam widmet sich Wigald Boning in seiner unnachahmlichen Art der Fortbewegung. Der Unterschied zwischen Spaziergängern und Wanderern wird genauso beleuchtet, wie die wichtigsten Wege, die man gegangen sein sollte.  


Wigald Boning philosophiert in diesem Hörbuch über die Fortbewegung zu Fuß in unterschiedlichsten Situationen und Formen. Ich hatte hohe Erwartungen, weil ich den leicht schrägen Humor des Autors sehr mag. Es macht Spaß sich auf die Sicht des Autors einzulassen, die besonders durch seine Sprache einen besonderen Kick erhält. 

Die Geschichten rund um seine kuriosen Wanderungen sind lustig und kurzweilig beschrieben. Wandern in Holzschuhen oder Pumps traut sich sicher nur Wigald Boning. Teilweise trägt er einen Zylinder oder auch mal gar nichts am Körper. Dies sind die Momente, bei denen ich schmunzeln musste und viele Bilder im Kopf entstanden. 

Anders ging es mir bei langatmigen Aufzählungen, die für mich nur vergeudete Hörminuten waren. Der Abschnitt von Rötz nach Quetsch war eine Minute lustig. Doch es kamen immer mehr ungewöhnliche Ortsnamen und deren Ziele, wie z.B. von Celle nach Offen, die keinerlei Informationen enthielten, sondern nur durch deren Beziehung erwähnt wurden. Seine Wanderungen auf die höchsten "Berge" der Deutschen Bundesländer waren nur teilweise unterhaltend. Erhoffte Wandertipps erhält man an dieser Stelle leider keine, lediglich die Erwähnung von unspektakulären Wegen raten zum Verzicht auf eine Wanderung. 

Bei diesem Hörbuch fehlen bildliche Impressionen, die das Gehörte begleiten und das Geschehen verdeutlichen. Ein kleines Begleitheft wäre ideal gewesen. Es gibt halt Bücher, die als Hörbuch nicht funktionieren. "Der Fußgänger" zählt für mich dazu.

Wigald Bonings private Gedanken und Erlebnisse waren für mich zu oberflächlich. Gerade bei den Wanderungen hatte ich mir mehr Beschreibungen erhofft, die Lust auf eigene Abenteuer machen. 


Von mir gibt es 3 von 5 Punkten

Buchinformationen
Erschienen: 04.10.2022
Verlag:  Gräfe und Unzer Audiobook
ISBN: 9783846409572
Hörbuch
Spieldauer: 5 Stunden und 53 Minuten

Freitag, 27. Januar 2023

Über die See von Mariette Navarro


Mitten auf dem Atlantik verlässt die Mannschaft das Containerschiff und lässt die Kapitänin allein zurück. Ihr Ziel: Einmal fern von allem mitten im Ozean zu schwimmen. Die Zeit scheint still zu stehen, bis sie zurück an Bord sind und ihre Arbeit wieder aufnehmen. Doch etwas hat sich verändert und alle spüren es.  


Mariette Navarros Debütroman kommt eindrucksvoll, poetisch und bildstark daher. Ihre Protagonisten benötigen dazu keine Namen, sondern nur Rangbezeichnungen. Die 38-jährige Kapitänin ist von der ersten Seite an sehr präsent, wirkt souverän und erfahren. Sich selbst bezeichnet sie als vom "Land Verstoßene", die sich nur auf dem Meer zu Hause fühlt. Man traut ihr zu, dass sie ihre 20-köpfige Crew im Griff hat und einen Frachter zu führen versteht. 

Um so erstaunlicher ist es, dass sie ihrer Mannschaft eine unglaubliche Bitte zugesteht. Die Männer wollen mitten im Ozean schwimmen. Die Beschreibungen der Szenerie wirken wie kleine Gemälde, die man lange betrachten kann und immer Neues entdeckt. Man sieht 20 nackte, ausgelassene Männer, die vor Übermut jauchzen und mit starken Schwimmzügen ihre Kräfte testen. 

 "Man zerreißt das Wasser nicht wie ein Stück Stoff, hinterlässt keinen Abdruck wie im Sand oder Schnee. Wer ins Wasser taucht, ist zur Unsichtbarkeit verdammt."

Die Stimmung kippt, als jeder für sich entdeckt, wie klein und allein er inmitten der Untiefen ist. Plötzlich verweigern Wellen die Sicht auf das Rettungsboot und erst als alle wieder an Bord sind, können sie ihr Abenteuer kaum fassen. 

Der gekonnte Perspektivenwandel lässt die Szene noch eindringlicher wirken. Die Kapitänin an Bord, die ihre spontane Entscheidung anzweifelt und sich nicht sicher sein kann, ob die Mannschaft vollzählig zurückkehren wird. 

Die Seeleute zählen ihre Reihen durch und stellen mit Erstaunen eine Zahl fest, die nicht stimmen kann. Ab hier wird die Handlung fast mystisch und genauso undurchdringbar wie der Nebel, der sich wie ein Vorhang dicht um das Schiff legt. Selbst die Motoren kommen nicht dagegen an. Der Frachter wird immer langsamer und mit ihm der Verstand der Kapitänin. Fast wie ein unterschwelliger Spuk, bei dem man jederzeit auf etwas Schlimmes wartet. 

Sie spürt den ungleichmäßigen Rhythmus des Schiffes und spricht besänftigend mit diesem Metall-Koloss, gibt ihm etwas Lebendiges. Zum Ende stellen sich immer mehr Fragen. Was passiert wirklich oder entspringt nur der Fantasie. Der Autorin gelingt es, die Handlung genauso langsam auslaufen zu lassen, wie die Motoren an Kraft verlieren. 

Dieser Roman ist eine überraschende Gefühlsachterbahn in leisen Tönen. Ein Leseerlebnis. 

Von mir gibt es 4 von 5 Punkten

Buchinformationen
Erschienen: 24.08.2022
Verlag:  Kunstmann Verlag
ISBN: 978-3-95614-510-0
Fester Umschlag
Seiten: 160





Montag, 16. Januar 2023

Die Liebe an miesen Tagen von Ewald Arenz


Mit Ende vierzig erwartet die alleinlebende Fotografin Clara keine großen Veränderungen mehr in ihrem Leben. Doch von den Schatten der Vergangenheit möchte sie sich allmählich trennen und inseriert ihr Haus zum Verkauf. Zur Besichtigung kommen der Schauspieler Elias mit seiner Freundin. Doch sein Interesse gilt nicht nur Haus und Garten, sondern auch Clara. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und eine weitere Begegnung zeigt ihnen, dass Glücklichsein nicht nur anderen vorbehalten ist. Der Weg zu einem gemeinsamen Leben liegt vor ihnen, doch diesen Schritt zu wagen ist für beide nicht einfach.  


Ewald Arenz hat auch mit diesem Roman ein besonderes Leseerlebnis geschaffen. Es fühlt sich an wie ein Wannenbad, wenn man sich langsam in das warme Wasser gleiten lässt. Die Worte umfangen einen, lassen die Lesenden in die Geschichte eintauchen und sich wohlfühlen. Besonders die Schilderung der Jahreszeiten, die Besonderheiten der Natur und die Gefühle der Protagonisten sind wundervoll beschrieben. Man baut eine Beziehung zu den agierenden Personen auf, versucht ihr Handeln nachzuvollziehen und entdeckt auch immer persönliche Dinge, die man selbst auch so erlebt hat oder haben könnte.

Die unerwartete Begegnung von Elias und Clara ist anfangs nur die spielerische Freude darüber, einen Wortduellpartner entdeckt zu haben. Doch wenn einem diese Person dann nicht mehr aus dem Kopf geht, wird daraus Verliebtheit, die in den schönsten Farben zeigt, egal in welchem Alter man sich befindet, dass Schmetterlinge im Bauch einen jederzeit treffen können. Anders als in einem klassischen Liebesroman kommt hier das eigentliche Leben dem Glück immer wieder in die Quere. Die Vergangenheit kann man nicht ignorieren und die Angst, verletzt zu werden, wenn man sich einer fremden Person öffnet, ist groß.. 

Claras spröde, ruppig direkte Art ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Sie überrumpelt Elias oft mit sehr klaren Vorstellungen und kompromisslosen Ansichten. Gleichzeitig hat sie aber auch Angst, sich ihren Gefühlen zu stellen und hat allerlei Ausreden, warum eine Liebe zwischen ihnen unmöglich erscheint. Der Altersunterschied, der zukünftige Arbeitsortswechsel und Familienprobleme stehen im Weg. Ihr Blick als Fotografin durch das Objektiv zeigt ein anderes Bild von ihr. Die Details, die ihre Kamera einfängt, lassen auch die Person Clara weicher werden. Es macht Spaß, diese Momente mit ihr zu erleben.

Elias wirkt jünger als seine 36 Jahre. Er scheint eher auf der Bühne als auf dem Boden der Tatsachen zu leben. Wenn das Leben zu ernst wird, sucht er nach neuen Wegen und anderen Partnerinnen. Besonders die Beschreibung seines gespielten Willy Loman im "Tod eines Handlungsreisenden" hat mir durch die Bilder, die im Kopf entstehen, sehr gefallen. Sein Charme bezaubert nicht nur Clara. Sehr glaubhaft beschrieben wird, wie überrascht Elias von seinen intensiven Gefühlen für Clara ist:

 "Es war, als hätte er sich die ganze Zeit verfahren, um schließlich völlig überrascht festzustellen, dass er genau dort angekommen war, wo er von Anfang an hingewollt hatte."

Von der anfänglich leichten Welle des Verliebtseins getragen, wechselt die Handlung zu ernsten Themen, die die beiden Liebenden nicht mehr ganz so ungezwungen bewältigen können. Hürden müssen genommen werden, lange Gespräche ohne Ergebnis folgen und Missverständnisse mit daraus resultierenden emotionalen Verletzungen scheinen zum Unausweichlichen zu führen. 

Man wünscht sich so sehr, dass Clara und Elias ein Paar werden und doch fühlt man auch ihre Zerrissenheit. Eine dramatische Wendung macht noch einmal deutlich, dass Gefühle dann am deutlichsten hervortreten, wenn Alltägliches die Priorität verliert und man sich auf das Wesentliche im Leben besinnt.

Ich habe versucht, den Roman so langsam wie möglich zu lesen, um mich von den Worten tragen zu lassen, am Ende habe ich aber doch jedes Kapitel nur so im Flug genommen. Es war schön und aufwühlend zugleich, und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman des Autors.


Von mir gibt 5 von 5 Punkten

Buchinformationen
Erschienen: 16.01.2023
Verlag:  DuMont Buchverlag
ISBN: 978-3-8321-8204-5
Fester Umschlag
Seiten: 384




Donnerstag, 12. Januar 2023

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)" von Volker Klüpfel und Michael Kobr


An der Côte d’Azur im beschaulichen Port Grimaud versteht sich Monsieur Lipaires auf  le tout farniente. Kleine Gaunereien, die er mithilfe des jungen Wassertaxifahrers Karim Petitbon durchführt, sichern ihm seinen Alltag als Lebemann. Zufällig finden die beiden einen Hinweis auf einen Schatz, den sie natürlich aufspüren wollen. Doch in Port Grimaud gibt es überall Augen und Ohren, die sich ihren Anteil sichern wollen.  So findet ein chaotisches, aber charmantes Team zusammen, das von einer Katastrophe in die nächste stolpert.

Das Autorenteam Volker Klüpfel und Michael Kobr wendet den Alpen den Rücken zu und startet eine neue Krimireihe in Südfrankreich. In der Gaunerkomödie weht ein Hauch Nostalgie durch die Handlung. Ich hatte Figuren wie Inspektor Clouseau  oder den Schauspieler Louis de Funès beim Hören im Kopf. Die Protagonisten sind dann auch alle herrlich skurril, schräg und überzeichnet. Dass man sich diese Figuren so gut vorstellen kann, liegt vor allem an dem humorvollen Sprachklang des Sprechers Axel Prahl. Jede Figur bekommt eine eigene Stimmfarbe. Besonders die quiekende Stimme des Ex-Fremdenlegionärs Paul Querot und der wienerisch versnobte Dialekt der 84-jährigen Lizzy haben mir sehr gefallen. 

Die Schönen und Reichen an der Côte d’Azur bekommen hier ihr Fett weg. Die einheimischen Anwohner scheinen alle eine eigene Art entwickelt zu haben, mit den dekadenten Zugezogenen zu leben. Der eine nutzt die Gärten, die er betreut, gleichzeitig als Cannabisplantage, der andere vermietet Ferienhäuser, ohne die Besitzer davon zu informieren. Die Handyladenbesitzerin nimmt es mit dem Datenschutz nicht so genau und Ticketverkäufer bieten Fahrkarten für Fähren an, die es gar nicht gibt. Alles mit einem zwinkernden Auge erzählt und durch durchweg sympathische Charaktere so humorvoll erzählt, dass man sich die Szenerie an diesem herrlichen Küstenort bildlich vorstellen kann. 

Der Einstieg ist lustig und Monsieur Lipaires alias Wilhelm Liebherr besticht durch Charme und Bauernschläue. Es gibt in jedem Kapitel etwas zum Schmunzeln, denn dieser bunt zusammengewürfelte Ganoven-Haufen kommt auf die aberwitzigsten Ideen, um das Rätsel des Schatzes zu lüften. Als Gegenspieler dieses Teams kommt die Adelsfamilie Vicomte ins Spiel. Dem Klischee entsprechend besteht die Familie aus einem alten Herrn, einer überengagierten Geschäftsfrau, einer verwöhnten Tochter, einem Lebemann und Trinker und einem abtrünnigen Sohn, die gemeinsam einen geheimnisvollen Monsieur Barral erwarten. Dieser ist eine Schlüsselfigur, der immer wieder in den unmöglichsten Momenten sehr speziell auftritt. 

Ein wenig verliert sich die Handlung und man ist sich nicht sicher, ob es sich noch um einen Krimi mit einem Toten oder doch eher um eine Komödie rund um einen Schatz handelt. Es gibt eine Verfolgungsjagd, die filmreif jedem Bond-Film das Wasser reichen kann und weniger erfolgreiche Manöver, die etwas zäh und langatmig erzählt werden. 

Bei meiner Bewertung bin ich deshalb auch ein wenig hin- und hergerissen. Gaunerkomödien sind schon fast ausgestorben und verdienen es, erhalten zu bleiben. Doch einige Szenen konnten mich so gar nicht abholen. Dass es mir dennoch gefallen hat, liegt auch an der tollen Leistung des Hörbuchsprechers. 

Als Krimireihe kann ich mir das Team "Der Unverbesserlichen" nur schwer vorstellen, lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen. 

 
Von mir gibt es 3,8 von 5 Punkten

Hörbuchinformationen
Erschienen: 14.11.2022
Verlag:  Hörbuch Hamburg
ISBN: 9783957132772
Dauer: 14 Stunden, 39 Minuten