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Montag, 10. Oktober 2016

Die Finstersteins – Teil 1: Wehe, wer die Toten weckt von Kai Lüftner

http://www.der-audio-verlag.de/hoerbuecher/die-finstersteins-teil-1-wehe-wer-die-toten-weckt-lueftner-kai-978-3-86231-885-8/

    Erscheinungsdatum: 23.09.2016
    Verlag: Der Audio Verlag
    ISBN: 9783862318858
    Audio: 3 CDs (3 h 41 min)

    Meine Bewertung: 0 von 5 Punkten 
   Neu an der Schule in Berlin-Köpenick hat es Fred nicht
   leicht, denn ausgerechnet der Miesling Aaron Bärbach mit
   seiner Bande hat es auf ihn abgesehen. Der einzige der zu
   ihm hält, ist der schrullige Außenseiter Franz Ferdinand,
   nicht gerade der Typ, den man sich als Freund aussuchen
   würde. Doch all das ist nichts gegen das Geheimnis, das
   Fred auf dem Waldfriedhof in der Gruft der Finstersteins
   entdeckt hat.


Das Hörbuch ist der Auftakt zu einer spannenden Kinderreihe. Locker, unterhaltsam und mit ei-nem Augenzwinkern in der Stimme wird die Geschichte vom Autor Kai Lüftner selbst gelesen. Empfohlen ist das Buch für Hörer ab 8 Jahren.

Mit viel Witz und Galgenhumor erzählt Fred seine eigentlich ausweglose Situation. Er ist neu in Berlin, wohnt zusammen mit seiner Mutter, der Friedhofswärterin, auf dem Waldfriedhof und wird von einer Schlägerbande (den Orks) terrorisiert. Sein Schicksal scheint besiegelt zu sein. Wäre da nicht die Gruft der Finstersteins auf dem Waldfriedhof, die ihn magisch anzuziehen scheint.

Gruselig und gleichzeitig schön wird die Atmosphäre auf dem Friedhof beschrieben. Man sieht die schimmernden Steinfiguren förmlich vor sich. Durch einen eher zufällig von Fred ausgespro-chenen Spruch, den er auf einem alten Pergament zusammen mit Franz Ferdinand entschlüs-selt hat, werden die Finstersteins samt Leistenkrokodil lebendig.

Chat-Gespräche zwischen Fred und Franz Ferdinand stören dagegen eher die Handlung. Außer immer neuen Nick-Namen für Fred, die ihn ärgern, erfährt der Hörer nicht viel.

Die Mischung aus Schulstress, Freundschaft und spannendem Abenteuer ist sehr gelungen und meine Kinder sind schon gespannt, wie es mit den Finstersteins weitergeht.

Donnerstag, 11. August 2016

Die Olchis. Gefangen auf der Pirateninsel von Erhard Dietl


www.olchis.de


    Erscheinungsdatum: 25.07.2016
    Verlag: Oetinger
    ISBN: 9783789104404
    Fester Einband: 160 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 


Touristen wohin man schaut. Die Olchis finden auf ihrer geliebten Müllhalde keine Ruhe mehr. Schmuddelfings Bürgermeister weiß Rat und schenkt ihnen kurzerhand eine Kreuzfahrt. Doch statt einer Luxusreise finden sich die Olchis auf einem Piratenschiff wieder. Festgehalten auf einer Insel, bewacht durch einen Drachen warten, die Olchis auf Hilfe.



Unglaublich, dass die Olchis nach so vielen Jahren immer noch Spaß machen. Erhard Dietl gelingt es auch mit diesem Band die großen und kleinen Olchis-Fans zu begeistern. Besonders die empfohlene Altersgruppe von 8 bis 10 Jahren wird angesprochen, aber auch ältere Kinder und deren Eltern werden sich gut unterhalten fühlen. Humorvolle Szenen, gewohnt fluchige Sprüche und außergewöhnliche Leckereien hinterlassen ein breites Grinsen. Durch lustige Illustrationen kann man sich die Handlung noch besser vorstellen.

Nicht alle Olchis verreisen. Diesmal sind Oma, Opa und die Kinder auf großer Fahrt. Es dauert eine Weile, bis die Olchis merken, dass sie in der Gewalt von schurkigen Piraten sind. Glücklicherweise sind die Olchis sehr ideenreich und haben ihre eigenen "Waffen" um den Kampf mit den Piraten aufzunehmen. Ein entfernter grauer Verwandter, der auf der Insel lebt, ist diesmal die besondere Überraschung.

Wir hatten olchigen Spaß beim Lesen und besonders die Kinder mochten die lustigen Flüche der grünen Müllhaldenbewohner. Hoffentlich gibt es noch viele weitere Abenteuer.

Dienstag, 28. Juni 2016

Mit dem Zeppelin nach New York von Stephan Martin Meyer


http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836958844



    Erscheinungsdatum: 27.06.2016
    Verlag: Gerstenberg Verlag
    ISBN: 9783836958844
    Fester Einband: 64 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten
Mit einem Mützenfund auf einem Dachboden fängt alles an. Für seinen Enkel erzählt der Großvater wie sein eigener Vater Besitzer der Uniform-Mütze der "Hindenburg" wurde: Für den 14-jährigen Werner Franz wird 1936 ein Traum wahr. Er darf 1936 als Kabinenjunge auf dem Zeppelin Hindenburg arbeiten. Eine anstrengende und aufregende Zeit an Bord des Zeppelins beginnt, in der er mehrmals nach Südamerika reist. Die letzte Fahrt Richtung New York endet dramatisch.



Der Autor Stephan Martin Meyer und der Illustrator Thorwald Spangenberg haben eine gelungene Mischung aus Geschichts- und Sachbilderbuch für Leser ab 8 bis 10 Jahren geschaffen. Aber auch erwachsene Leser können viele neue Informationen gewinnen. Bunte Gouache-Bilder und ruhige Comicelemente wechseln sich mit Kartenmaterial und technischen Zeichnungen ab. Der besondere Reiz liegt in der Mischung aus der wahren Geschichte von Werner Franz und den vielen tollen Informationen rund um die Zeppelin-Technik. Der Schreibstil ist flüssig und ist auch für Selbstleser geeignet. Lustige Elemente, wie die Äquatortaufe von Werner, lockern die Geschichte auf.

Die Zeit um 1936 wird durch die besondere Gouache-Technik sehr gut eingefangen und fesselt auch junge Leser. Besonders überrascht hat uns die unvorstellbare Größe des Zeppelins. Der abgebildete Airbus A380 wirkt gegenüber dem 245 Meter langen Luftschiff fast winzig.

Der Absturz der Hindenburg wird bildlich und sprachlich kindgerecht behandelt. Man bekommt anhand der Bilder eine gute Vorstellung, wie furchtbar der Feuerball ausgesehen haben muss und ist erleichtert, dass Werner Franz sich retten konnte.

Die Mischung aus Geschichte und Technik hat uns besonders angesprochen und uns neugierig auf mehr Informationen über Zeppeline gemacht.

Mehr Eindrücke gibt es hier:
http://cargocollective.com/thorwaldspangenberg/Mit-dem-Zeppelin-nach-New-York-ab-Juli-2016



Montag, 20. Juni 2016

Max und die Wilde Sieben. Die Drachenbande von Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner


http://www.oetinger.de/buecher/kinderbuecher/ab-8-jahren/details/titel/3-7891-3338-8/19070/30293/Autor/Lisa-Marie/Dickreiter/Max_und_die_Wilde_Sieben._Die_Drachenbande.html




    Erscheinungsdatum: 09.05.2016
    Verlag: Oetinger
    ISBN: 9783789133381
    Fester Einband: 254 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 


Keine Zeit zum Ausruhen für Detektiv Max. Sein geliebter Kater Motzkopf wird von Tierfängern direkt vor seinen Augen geraubt. Schnell stellt sich heraus, dass nicht nur Motzkopf verschwunden ist, sondern viele Haustiere gesucht werden. Ein klarer Fall für Max und die Wilde Sieben. 
 





Auch der 3. Band aus der Reihe "Max und die Wilde Sieben" ist von den Autoren Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner spannend, humorvoll und rasant umgesetzt worden. Leser ab 8 Jahren haben ihren Spaß an kurzen Kapiteln und lustigen Bildern von Ute Krause.

Durch die kurzen Rückblicke auf die vorherigen Bände der Buchreihe kommt man schnell in die Geschichte hinein. Vorkenntnisse sind deshalb nicht erforderlich.

Max wohnt zusammen mit seiner Mutter im Seniorenheim Burg Geroldseck und hat dort am Tisch 7 drei wundervolle Freunde im betagten Alter. Zusammen mit Vera, Horst, und Kilian (der Wilden 7) ist er ein wahrer Meisterdetektiv. Am Anfang des Buches findet man lustige Such-Steckbriefe, die das Thema einleiten.

Tolle Charaktere mit herrlichen Spitznamen, wie Oma Schlimmi, Biber-Dieter oder Dackel Thorsti, machen das Buch zu einem Lesevergnügen. Besonders Kater Motzkopf hat uns sehr gefallen. Max ist pfiffig und steckt voller Überraschungen. Trotz Stress in der Schule mit Lehrern und Schulkameraden verliert er seinen Humor nicht. Spannend wird es als Max erkennt, dass es sich um eine Tierräuberbande handeln muss. Nicht immer handelt er umsichtig und gerät dadurch auch in Gefahr. Aber seine Wilde Sieben steht ihm immer zur Seite.

Geschickt eingeflochten und kindgerecht umgesetzt sind Informationen über Tierhaltung zu finden. Aber auch über Probleme alleinerziehender Mütter und ihrer Kinder. Streit, Missverständnis und Versöhnung gehören zum Alltag dazu und werden sehr verständlich beschrieben.

Wir hatten viel Spaß beim Lesen und können kaum das nächste Abenteuer abwarten. Zu Recht wird die Reihe jetzt verfilmt.

Montag, 16. Mai 2016

Das wilde Määäh und die Irgendwo-Insel von Vanessa Walder

http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/das_wilde_maeh_und_die_irgendwo_insel-7639/

    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Verlag: Loewe
    ISBN: 9783785582138
    Fester Einband: 192 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten mit Sternchen *

Nach vielen ereignisreichen Erlebnissen möchte Ham ausruhen und seinen Wald genießen. Doch es kommt natürlich anders, denn Flöckchen muss seine Eltern finden und Ham steht ihm zur Seite. Außerdem ist Wolfsmutter Reha traurig, weil Papa Kip auf der Irgendwo-Insel verschollen ist. Gemeinsam machen sich die Freunde zum letzten großen Abenteuer auf.


Mit diesem 3. und letzten Band der Reihe "Das wilde Määäh" von Vanessa Walder endet die Reise von Ham, dem kleinen schwarzen Wolf, im Körper eines Schafes. Auch wer die ersten beiden Bände nicht kennt, findet sich schnell in die Geschichte hinein. Am Anfang werden alle Tiere liebevoll illustriert von Falk Holzapfel vorgestellt. Empfohlen ist das Buch für Kinder ab 8 Jahren. Durch den wundervollen Schreibstil, der sowohl Kinder wie Erwachsene anspricht, ist es ein außergewöhnliches Familienbuch, das einen besonderen Platz im Bücherregal bei uns gefunden hat.

Trotz des schwierigen Themas Tod gelingt es der Autorin mit einer Mischung aus Humor, charmanten Charakteren und ganz viel Gefühl eine kindgerechte Geschichte zu erzählen. Wir haben uns beim Vorlesen am Dialekt der Wisente ausprobiert, über den durchgeknallten "Otter" Larry heftig gelacht und über tierische Mädchenprobleme geschmunzelt.



"Besser kurz auf einen Igel treten, als ein Leben lang von einem Bienenschwarm verfolgt werden"
Es gibt so viele Stellen, die nachdenklich machen und auch den Kindern auffallen. Wisent Rosalinde spricht so weise, kennt die Geschichten ihrer Ahnen. Das Leben mit einer Geschichte zu vergleichen hat uns gefallen. 
"Zu Hause ist nicht da, wo du herkommst, sondern da, wo du hingehörst"
Besonders die einfühlsame Schilderung von Tod, Abschied und Erinnerung ist gelungen. Gerade Kindern zu erklären, was es bedeutet, dass jemand nicht wiederkommt ist eine große Herausforderung. Sehr warmherzig und nachwirkend wird beschrieben, wie geliebte Wesen in der Erinnerung weiterleben, denn: 
"Tod ist auch bloß ein Wort ....."
Dieses Buch geben wir bestimmt nicht wieder aus der Hand, denn wir haben einen besonderen Leseschatz gefunden.

Freitag, 16. Oktober 2015

Der Zauberfluch des Elfenkönigs von Vanessa Walder

http://www.loewe-verlag.de/titel-1-1/der_zauberfluch_des_elfenkoenigs-4202/
    Aktuelle Ausgabe: 01.01.2011
    Verlag: Loewe 
    ISBN: 9783785572696
    Flexibler Einband: 232 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Mitten aus dem Schlaf heraus wird Ariane von einem Drachen entführt. Eigentlich soll er sie zu den Elfen bringen, aber er läßt sie im geheimnisvollen Zauberwald fallen. Der Weg nach Hause ist ihr versperrt, solange der Elfenkönig seinen Fluch nicht rückgängig macht. Zusammen mit der Schlange Lukretia macht sich Ariane auf den gefährlichen Weg zu den Elfen, um ihre Freiheit zurückzugewinnen.


Vanessa Walder hat eine zauberhafte Welt geschaffen, die nur so vor lauter Fabelwesen wimmelt. Dies ist der erste Band der Elfenkönig-Trilogie. Kurze Kapitel und liebevoll gezeichnete Illustrationen von Almud Kunert erleichtern das Selbstlesen in der Altersgruppe 8 - 10 Jahre.

Im Zauberwald gerät Ariane mitten in den Streit zwischen den Fantastischen und den Waldtieren. Zum Glück gibt es den Kobold Knaster und den kleinen Hasen Theodor, die trotz allem befreundet sind. Mutig stellen sie sich gegen die Übermacht der Zauberwaldbewohner und versuchen, die Ruhe wieder herzustellen.

Wer hätte sich nicht schon einmal gewünscht, Märchenwesen zu treffen, doch so lustig, wie man sich das vorstellt, erlebt Ariane es nicht. Zunächst wirkt der Drache Obligo alles andere als freundlich, würde sie am liebsten sogar fressen. Dank des humorvollen Schreibstils, werden brenzlige Situationen aber schnell zu Schmunzelmomenten.

Während Ariane sich in der Zauberwelt befindet, kann sich niemand mehr in der Menschenwelt an sie erinnern. Durch eine innere Stimme geleitet, zeichnet Arianes Mutter, die beruflich Kinderbücher illustriert, Erlebnisse ihrer Tochter aufs Papier. Ohne zu wissen, wen sie da eigentlich skizziert, nehmen die Zauberwesen auf dem Papier Gestalt an. Diese wundervoll geschilderten Bilder zeigen aber auch die verzwickte Situation des Mädchens. Wie soll sie nur wieder zurückkehren, wenn nicht einmal mehr ihre Mutter sie erkennt.

Dieses fantastische Abenteuer hat unsere ganze Familie verzaubert. Wir freuen uns auf die beiden Folgebände. Lasst Euch entführen in eine fremde Welt voller Fabelwesen.


Dienstag, 25. August 2015

Klassentreffen bei Miss Braitwhistle von Sabine Ludwig

http://www.dressler-verlag.de/buecher/kinderbuecher/details/titel/3-7915-1245-5/20968/3837/Autor/Sabine/Ludwig/Klassentreffen_bei_Miss_Braitwhistle.html
    Erscheinungsdatum: 20.08.2015
    Verlag: Dressler 
    ISBN: 9783791512457
    Fester Einband: 208 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Die ehemaligen Schüler der Klasse 4a gehen inzwischen alle auf verschiedene Schulen. Doch irgendwie vermissen sich alle ein wenig. Henni organisiert in der alten Klasse ein Treffen und alle kommen, leider auch die verhasste Klassenlehrerin der Parallelklasse. Gerade als die Stimmung kippt, taucht die wundervolle Miss Braitwhistle auf, die alle zu einer Christmas Party einlädt. Father Christmas darf dabei natürlich nicht fehlen und viele Wünsche gehen auf wundervolle Weise in Erfüllung.


Sabine Ludwig kann mit ihrem schwungvollen Sprachwitz auch im vierten Band rund um Miss Braitwhistle die jungen wie auch die erwachsenen Leser sofort für sich gewinnen. Wer die zauberhafte Lehrerin noch nicht kennt, wird auch als Einsteigerbuch von dieser Geschichte begeistert sein. Kurze Kapitel und lustige Illustrationen von Susanne Göhlich eignen sich besonders für Selbstleser. Das empfohlene Lesealter ist mit 8 - 10 Jahren angegeben.

Anders als in den vorherigen Bänden steht nicht der Schulalltag im Vordergrund, sondern das Wiedersehen der Schüler mit ihrer Ex-Lehrerin. Diese hat für ihre ehemaligen Schüler eine magische Christmas Party ausgerichtet. Als Überraschungsgast taucht im Kamin Father Christmas auf, der für jedes Kind einen Knallbonbon in den Kaminstrumpf gesteckt hat. Jeder darf sich etwas wünschen, es muss nur allen Spaß machen. Die unterschiedlichsten Wünsche werden geäußert und nicht jeder ist von dem Ergebnis angetan.

Viel Spaß haben uns die unterschiedlichen Charaktere bereitet. An erster Stelle natürlich Miss Braitwhistle mit ihrem Sprachwitz. Als Vorleserin hatte ich besonders viel Freude, ihre Sätze vorzulesen:

       "Wenn du so was noch mal machst, Junge, bekommst du einen Eintrag.
       Schreib's dir hinter die Ohren!" Miss Braitwhistle hat eine Augenbraue hochgezogen.
       "Oh, mussen Ihre Schuler hinter die Ohren schreiben? Nicht mehr in die Heft? How
       interesting."

 
Aber auch alle anderen Figuren werden liebevoll beschrieben. Jedes Kind hat einen hohen Wiedererkennungswert, ob es Max ist, der nur ans Essen denkt, oder Hugo, der immer Angst davor hat, was seine Mutter wohl zu allem sagt. Selbst die verbitterte, böse Frau Sauermann trägt zu vielen Lachsalven bei.

Wir sind nur so durch die Geschichte geflogen und haben völlig die Zeit vergessen. Ein größeres Kompliment kann man einem tollen Kinderbuch nicht machen. Die ganze Familie hofft, dass es ein Wiedersehen mit Miss Braitwhistle geben wird. 



Vielen Dank an den Dressler Verlag für das Rezensionsexemplar.

Samstag, 15. August 2015

Rocco & Pepe - Rette sich wer kann! von Katja Frixe

http://www.dressler-verlag.de/buecher/neuerscheinungen/details/titel/1329196/20479/33790/Autor/Katja/Frixe/Rocco_.html?_Pepe_-_Rette_sich_wer_kann!=&cHash=4783d3df95
    Erscheinungsdatum: 17.07.2015
    Verlag: Dressler 
    ISBN: 9783791529196
    Fester Einband: 112 Seiten

    Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten 

Die Zwillinge Rocco und Pepe haben viel Zeit sich Streiche auszudenken. Ob Mitschüler, Nachbarn oder die große Schwester, alle wurden schon von ihnen hereingelegt. Besonders der Streich mit dem alten Schul-Skelett gelingt besonders gut. Nur dumm, dass sich dabei jemand verletzt. Dann verschwindet auch noch die Schildkröte einer Mitschülerin und natürlich werden die Zwillinge verdächtigt. Klar, dass sie die Schildkröte finden müssen, um ihre Unschuld zu beweisen.

Katja Frixe hat mit ihrem Kinderbuchdebüt versucht, alte Kinderstreiche in moderner Form wiederzugeben. Das empfohlene Lesealter liegt bei 8 - 10 Jahren. Die kurzen Kapitel und lustige Illustrationen erleichtern das Selbstlesen. Meine Söhne (beide 10 Jahre alt) fanden das Buch lustig und unterhaltsam. Wobei sie selbst erkannt haben, dass die Streiche im wahren Leben so natürlich nicht nachgemacht werden sollten.  

Als erwachsener Leser habe ich leider an vielen Stellen den Humor der Kinder nicht teilen können. Streiche gehören zu Kindern. Aber was Pepe und Rocco anstellen, geht darüber hinaus. Da brüstet sich Rocco damit, dass er geklaut hat. Alle finden das "cool". Zwar wird hinterher aufgeklärt, dass er eigentlich die Dinge doch bezahlt hat, doch ein Nachgeschmack bleibt. Eine Schildkröte wird mit einem wasserfesten Stift mit dummen Sprüchen verunstaltet. Bei Tuschefarben zum Abwischen wäre es ein lustiger Streich gewesen. So bleibt der Panzer verletzt.

Auch ein Polizist, der eigentlich eine Vorbildfunktion haben sollte, erscheint hier eher bedrohlich und fehlbesetzt.

Am Ende gelingt es der Autorin, der Handlung eine positive Wendung zu geben. Die Kinder erkennen, dass ihr Handeln nicht richtig war und auch die Erwachsenen erscheinen in einem positiveren Licht.

Mir hat die Geschichte zu viele derbe Späße beinhaltet. Vielleicht hätte eine längere Version mehr Details zum Verständnis gebracht. Da meine Söhne sich gut unterhalten fühlten, haben wir bei der Bewertung einen Mittelwert festgelegt.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Der Galimat und ich von Paul Maar

http://www.oetinger.de/buecher/kinderbuecher/ab-8-jahren/details/titel/3-7891-4296-4/19769/3180/Autor/Paul/Maar/Der_Galimat_und_ich.html

    Erscheinungsdatum: 20.02.2015
    Verlag: Oetinger 
    ISBN: 9783789142963
    Fester Einband: 256 Seiten

    Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten 

Eine Pille nehmen und dann erwachsen sein, davon träumen viele Kinder. Doch für den zehnjährigen Jim bleibt es kein Wunsch. Eines Abends taucht ein kleines kugelrundes Wesen bei ihm im Zimmer auf. Der Galimat kann Dinge materialisieren und Haushaltsgeräte aufpeppen. Eine Erwachsenwerden-Pille für Jim ist schnell erstellt, doch ob sie Jim wirklich weiterhelfen kann?


Paul Maar hat mit dem Galimat wieder ein zauberhaftes und liebenswertes Wesen geschaffen. Kinder ab 8 Jahren werden am Schreibstil und durch die große Schrift Spaß am Selbstlesen haben. Begleitet werden die Szenen durch Illustrationen von Ute Krause. So kann man sich den Galimat ein wenig besser vorstellen und sieht das Bild von Jim als Erwachsener.

Der Galimat ist ein knuddeliges Wesen das man gleich ins Herz schließt. Nahrung findet er in Elektro und seine Sätze enden immer mit dem letzten Wort als Wiederholung.

"Ich bin ein Galimat, und deswegen heiße ich auch Galimat.
Ist doch logisch, logisch."
Er ist noch ein junger Galimat und ist deshalb auch versehentlich bei Jim gelandet. Seine Versuche sich unsichtbar zu machen gelingen nur teilweise und auch ein materialisierter Kuchen ist nur optisch lecker. Für Jim ist er aber schon bald ein wichtiger Freund, der ihm hilft, manche Dinge aus einer anderer Perspektive zu sehen.

Jim ist ein etwas schwierigerer Charakter. Er wächst bei Onkel und Tante auf, weil seine Eltern als Geheimagenten unterwegs sind. Sein fotografisches Gedächtnis ist gleichzeitig Fluch und Glück, denn für eine Quizshow, bei der es einen Millionengewinn gibt, übt er schon lange jeden Tag mit seinem Onkel. Sein Wissen sorgt in der Schule aber immer wieder für Ärger, weil er einfach jeden Begriff den er kennt, erklären muss. Das rutscht ihm einfach so raus, zum Ärger von Lehrern und Schülern.

Der Wunsch erwachsen zu sein, um allen, die gemein zu ihm sind, es mal richtig zu zeigen, liegt da nahe. Doch so einfach wie Jim sich das vorstellt, ist es nicht. Die Zerrissenheit von Jim, das Unglücklichsein und die Hoffnung, durch die Pille eine Lösung zu finden, sind sehr gut beschrieben.

Glücklicherweise findet Jim aber auch eine gute Freundin, die ihm hilft, am Ende das Richtige zu tun.

Besonders auffällig ist, dass jede Figur einen ganz eigenen Charakter hat, der detailliert beschrieben wird. Ob man sie nun mag oder nicht, sie wirken sehr lebensecht. Das Schulleben mit seinen ganz eigenen Regeln, fiesen Mitschülern und einsamen Pausen auf dem Klo kann man sich gut vorstellen.

Das Buch regt dazu an, über das Verhalten der Figuren zu diskutieren.

Ein offenes Ende läßt auf eine Fortsetzung mit vielen neuen Galimat-Abenteuern hoffen.
 

Lesung mit Paul Maar bei der Leipziger Volkszeitung:

Kindermeinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der rasende Staubsauger war toll, den hätte ich auch gern. Ein Galimat darf mit seiner Familie bei mir auch zu Besuch kommen. Eine Erwachsenenpille brauche ich aber nicht, lieber viele verrückte Elektrogeräte. Jim kann sich Dinge toll merken, so schnell kann ich leider nicht lernen. Den Onkel mochte ich nicht so gern.

 


 

Freitag, 5. Juni 2015

Das wilde Pack in der Falle von Boris Pfeiffer

http://www.kosmos.de/produktdetail-909-909/das_wilde_pack_5_in_der_falle-3692/

    Erscheinungsdatum: 11.08.2008
    Verlag: Kosmos 
    ISBN: 9783440115305
    Fester Einband: 127 Seiten

    Meine Bewertung: 5von 5 Punkten 

Eine Bande von exotischen Tieren, die sich das Wilde Pack nennt, lebt mitten unter den Menschen. Verborgen in einem verlassenen U-Bahnschacht, planen sie eine Reise in die Freiheit. Doch die Menschen sind auf sie aufmerksam geworden und hetzen Tierfänger mit Spürhunden auf sie. Schnell muss ein Plan gefunden werden, wie man die Verfolger auf eine falsche Spur führen kann. Wolf Hamlet hat eine Idee, aber sie ist gefährlich und gefällt nicht allen Tieren der Bande. Am Ende landen sie sogar in einer Falle, aus der es erst in letzter Sekunde Rettung gibt.

Boris Pfeiffer bleibt auch bei Band 5 dieser Reihe seinem Erfolgsrezept treu. Dabei kommen sowohl Neueinstieger wie Fans der Reihe auf ihre Kosten. Humorvoll und spannend werden Kinder und Erwachsene von dieser wilden Tierhorde gefesselt. Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel sind auch für Erstleser gut geeignet.
Empfohlenes Lesealter ist 8 - 10 Jahre.

Die Illustrationen von Sebastian Meyer unterstreichen die Handlungsabschnitte und helfen, sich ein Bild von den Tieren und Menschen zu machen.

Die Mischung aus Abenteuer, Spannung und lehrreichen Momenten macht diese Buchreihe so lesenswert. Man lernt viel über Zusammenhalt und Freundschaft. Jedes der Tiere wäre allein den Menschen hilflos ausgesetzt, doch zusammen können sie sich sogar gegen Spürhunde und menschliche Technik durchsetzen.

Wir haben besonders Oskar ins Herz geschlossen, ein Tier, das selbst nicht weiß, zu welcher Tierart es gehört. Für jeden Leser wird es ein Tier geben, mit dem man besonders mitfiebert oder lacht.

Der 5. Band ist bis jetzt der spannenste, aber auch gefährlichste, gewesen. Man lernt, dass leichtsinniges Handeln nicht immer gut ausgeht.

Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung. 

Donnerstag, 30. April 2015

Das wilde Määäh und die Monster-Mission von Vanessa Walder

http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/das_wilde_maeaeaeh_und_die_monster_mission-7341/
Erscheinungsdatum: 09.03.2015
Verlag: Loewe 
ISBN: 9783785579701
Fester Einband: 208 Seiten

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten + Herzpunkt 

Unheimliche Laute dringen aus dem Wald, denn riesige Monster fressen die Bäume. Ham ist entsetzt und hat Angst, sein Zuhause zu verlieren. Der Rat der Tiere beschließt, nichts gegen die Ungetüme zu unternehmen, denn noch ist ja genug vom Wald vorhanden. Bevor Ham einen Plan zur Vertreibung der Monster machen kann, bekommt er eine merkwürdige Botschaft von seinem Freund Quentin. Freundschaft geht vor, und so macht sich Ham auf in ein neues Abenteuer.
Vanessa Walder ist auch mit dem 2. Teil des wilden Määh ein wundervolles Kinderbuch (Familienbuch) gelungen. Es geht um Zusammenhalt, Familie, Freundschaft, aber auch darum nicht immer mit der Meute mitzuheulen und sich unterzuordnen. Manchmal ist das Bauchgefühl einfach stärker und man sollte darauf hören. Untermalt wird die Geschichte mit lustigen Illustrationen von Falk Holzapfel.

Die Tiere werden so liebevoll und warm beschrieben, dass man sie alle einfach ins Herz schließen muss. Dabei hat jeder seinen besonderen Charakter und seine Art zu sprechen. Besonders als Vorlesebuch kommt dies gut zur Geltung, macht aber auch Selbstlesern viel Spaß. 

     
"Der Bär nickte. 'Da hat er recht, das Wolferl mit den Lockerln'." oder
       "'Nanu, sagte Stanley. Nu, kiek sich ditte einer an! Wird sind zu spät dran,
       wa?":


 Ham ist so wundervoll beschrieben. Seine träumerische Art, verbunden mit Mut und Tollpatschigkeit macht ihn so sympathisch.

       "Es war so schön, dass es wehtat, dachte Ham. Es tat weh zu wissen, dass er
       diesen Ort nicht würde mitnehmen können, dass er ihn nicht teilen konnte
       mit allen, die ihn nicht gesehen hatten und nie sehen würden, und dass er
       ihn wieder verlassen musste."




Dieses Buch muss man einfach lieben, denn es ist spannend, lustig, lehrreich und man bekommt das Schmunzeln bis zum Ende nicht mehr aus dem Gesicht.

Kindermeinung:
Ham und seine Freunde sind einfach toll. Diesmal war es sehr spannend in der Kanalisation. Solange die Tiere zusammmenhalten, kann ihnen aber nichts passsieren. Gelacht haben wir über den Waschbären Stanley mit seinem Akzent und über die Ratte mit seiner Quietscheente. Die Monster aus dem Wald haben wir auch schon oft gesehen, wir finden sie toll, aber wir sind ja auch keine Waldtiere.

Mittwoch, 22. April 2015

Max und die Wilde Sieben - Die Geister-Oma von Lisa-Marie Dickreiter & Winfried Oelsner

http://www.oetinger.de/buecher/kinderbuecher/details/titel/3-7891-3334-5/17353/30293/Autor/Lisa-Marie/Dickreiter/Max_und_die_Wilde_Sieben._Die_Geister-Oma.html
Erscheinungsdatum: 20.03.2015
Verlag: Oetinger 
ISBN: 9783789133343
Fester Einband: 224 Seiten

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Wenn man als Grundschüler in einem Altenheim lebt, muss man mit fiesen Opa-Sprüchen leben. Max findet es eigentlich ganz toll im Altenheim Burg Geroldseck. Zusammen mit seinen wilden Sieben hat er bereits als Detektiv Diebstähle aufgeklärt. Blöd nur, dass seine Mitschüler ihn trotzdem auslachen. Peinlich wird es, als Senior Horst die Fußball-Schulmannschaft zu einem Duell auffordert, wobei Max natürlich in der Alte-Knacker-Mannschaft mitspielen soll. Aber noch viel schlimmer ist, das Vera das Altenheim verlassen will, weil sie von einer Geister-Oma terrorisiert wird. Wenn das keine Aufgabe für Detektiv Max ist.

Lisa-Marie Dickreiter & Winfried Oelsner  haben einen lebendigen Schreibstil, der lehrreich, unterhaltsam, spannend und lustig ist. Man merkt ihnen die Freude am Schreiben an. Als Lesealter-Empfehlung wird 8 bis 10 Jahre angegeben. Die Illustrationen von Ute Krause passen gut zur Story und den Charakteren und verleihen einzelnen Szenen noch mehr Gruselfaktor.

Besonders die ungewöhnliche Freundschaft zwischen Max und den Senioren macht den Reiz der Geschichte aus.
"Sie sind zwar alt und schrumpelig, aber bloß von außen", sagt Max über sie und genauso haben wir das als Familie beim Lesen auch empfunden. Horst, Vera und Kilian sind tolle Typen, von denen man so einiges lernen kann. Für Max sind sie Ratgeber, Kummerkasten und Freund in einem und eine Menge Spaß kann man mit ihnen auch noch haben.

Die tollen Lebensweiheiten, die überall versteckt sind, gefallen uns sehr. 

     
"Denn wenn man sich nicht mehr so oft sieht, dann kann man auch
      nicht mehr so viele Sachen zusammen unternehmen, und dann
      gewöhnt man sich langsam an ein Leben ohne seine alten Freunde. So,
      wie man langsam eine Telefonnummer vergisst, die man nicht mehr so
      oft benutzt.":


Die Geschichte ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Auf der einen Seite jagt die wilde Sieben eine Geister-Oma durch das Altenheim, um zu verhindern, dass ihre Freundin Vera das Altenheim verläßt. Hier geht es schon ziemlich gruselig zu, alleinlesende Kinder sollten nicht zu ängstlich sein. Und auf der anderen Seite wird für das Fußball-Duell Schulmannschaft gegen alte Knacker trainiert und der nicht allzu erfreuliche Schullalltag von Max beschrieben.

Besonders gefallen hat uns der Schluss. Denn Max lernt, dass ein Feind nicht unbedingt ein Feind bleiben muss. Manchmal reicht ein einfacher Satz, um sich gegenseitig zu respektieren.

Kindermeinung:
Ich musste ganz viel lachen, zum Beispiel als Oberschwester Cordula zu Ole "Kleine Prinzessin" sagt. Max und seine Freunde von Tisch Sieben erleben tolle Abenteuer. Die gruselige Geister-Oma war schon unheimlich, aber am Ende klärt sich ja alles auf.

Montag, 13. April 2015

Kekse im Kosmos von Philip Reeve und Sarah McIntyre

http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1317049/20676/10259/Autor/Philip/Reeve/Kekse_im_Kosmos.html
Erscheinungsdatum: 20.03.2015
Verlag: Dressler 
ISBN: 9783791517049
Fester Einband: 224 Seiten

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Punkten 

Eigentlich sollte Astra auf ihrer 199 Jahre andauernden Reise zum Planeten Nova Mundi tief und fest schlafen. Doch zum Glück wacht sie mittendrin auf und stellt mit Schrecken fest, daß löffelklauende Aliens das Raumschiff überfallen und alle Räume voller Killerkekse stecken, die die Macht an sich bringen wollen. Zusammen mit dem Reparatur-Roboter Pillpall versucht Astra das Raumschiff zu retten.

Philip Reeve beweist, wie herrlich schräg so eine langweilige 199 Jahre lange Reise durch das Weltall werden kann. Voller Wortwitz und ausgefallener Ideen läßt er die zehnjährige Astra durch das Raumschiff schweben. Ihre Begegnungen mit unterschiedlichen Robotern, Aliens und einem geheimnisvollen "Namenlosen Horror" lassen keine Minute Zeit für Langeweile.

Lebendig wird die Geschichte durch die witzigen zweifarbigen Illustrationen von Sarah McIntyre. Die wild gewordenen Kekse bekommen ein Gesicht und beim nächsten Muffin-Schlemmen schaut man zweimal nach, ob dieser nicht auch irgendwo Augen oder Zähne besitzt.

Meine Kinder haben das Buch mit dem ersten Buch "Schwupp und Weg" der beiden Autoren McIntyre und Reeve verglichen. Deshalb gibt es einen klitzekleinen Abzug und deshalb nur 4,49999 Sterne. Begeistert sind wir aber alle von den galaktischen Keksen.
 
Kindermeinung:
Uns hat der Weltraumabenteuer viel Spaß gemacht. Gefehlt hat uns eine Zeitangabe in welchem Jahr Astra mit ihrer Familie startet. Am Ende hätten wir gern mehr über Nova Mundi und den "Namenlosen Horror" erfahren. So einen Roboter wie Pillpall hätten wir auch gern.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Die Knickerbocker-Bande: Rätsel um das Schneemonster von Thomas C. Brezina

http://www.ravensburger-onlinespielewelt.de/start/die-knickerbocker-bande/index.html

Erscheinungsdatum : 01.01.2015
Verlag: Ravensburger Buchverlag 
ISBN:9783473471768
Fester Einband: 176 Seiten

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten 


Durch einen Lederhosendesign-Wettbewerb lernen sich die Gewinner Lilo, Axel, Poppi und Dominik kennen und schließen schnell Freundschaft. Der Gewinn, ein Winterurlaub in Kitzbühel, verspricht viel Spaß. Doch das Gerücht um ein Schneemonster, das auf dem Berg sein Unwesen treiben soll, läßt die Kinder nicht los. Sie machen sich auf die Suche nach dem Ungetüm und erleben ein spannendes Abenteuer, bei dem sie sich selbst in Gefahr begeben.

 

Thomas C. Brezina hat eine ganze Kinderkrimi-Reihe rund um die Knickerbockerbande geschrieben. Der Ravensburger Verlag hat diese Reihe Anfang 2015 als Neuauflage herausgegeben. Das empfohlene Lesealter wird mit 8 - 10 Jahren angegeben, macht aber sicherlich auch älteren Kindern noch Spaß. Kurze Kapitel und Zeichnungen erleichtern das Lesen und helfen bei der Vorstellung der geschilderten Ereignisse. Die Bandenmitglieder werden am Anfang des Buches mit kleinen Steckbriefen vorgestellt. So hat man gleich einen Eindruck, mit wem man es eigentlich zu tun hat.

Die österreichischen Orte, wie Innsbruck und Kitzbühel werden gut dargestellt, so dass man sich in die winterliche Landschaft und das Urlaubsgefühl hineinversetzen kann.
Gleich auf den ersten Seiten wird der Spannungsbogen aufgebaut. Falsche Fährten werden gelegt und man kann miträtseln, wer zu den Guten bzw. Bösen gehört.

Der eigentliche Grund, warum das Schneemoster sein Unwesen am Berg treibt, wird für mein Empfinden etwas zu schnell und für Kinder vielleicht zu unverständlich abgehandelt. Hier wären mehr Details und Hinweise hilfreich gewesen.
Die Bandenmitglieder bleiben ein wenig zu sehr im Hintergrund. Gemeinsame Aktionen werden schnell abgehandelt und teilweise sind die Handlungssprünge sehr schnell.

Als spannender Kinderkrimi ist das Buch zu empfehlen.

Kindermeinung:
Das Rätsel um das Schneemonster hat mir sehr gefallen. Bis zum Ende wusste ich nicht, wer oder was das Monster sein soll. Manche Szenen waren sehr spannend, es wurde sogar geschossen und es gab eine Entführung. Ich möchte auf jeden Fall noch ein Buch von der Knickerbockerbande lesen.

Montag, 6. Oktober 2014

Das wilde Pack lässt es krachen von Boris Pfeiffer

Endlich Freiheit, das wollen die Tiere, die sich zum Wilden Pack zusammengeschlossen haben. Bisher lebten sie verborgen in Höhlen und U-Bahnschächten. Doch jetzt benötigen sie Baumaterial für ihr Schiff, dass sie in die Freiheit bringen soll. Für den Kiel benötigen sie einen riesigen Balken, der ausgerechnet auf einer Baustelle zu finden ist. Da kann nur Barnabas, der Gorilla helfen.
 

Auch mit dem 4. Band der Serie "Das Wilde Pack" setzt Boris Pfeiffer sein Erfolgsrezept aus Spannung und Humor fort. Die kleinen Botschaften, die in jedem Band vermittelt werden, sind besonders schön. Diesmal geht es darum, nicht nur für sich zu handeln, sondern auch an die gefangenen Tiere im Zoo zu denken.
Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel sind auch für Erstleser geeignet.
Empfohlenes Lesealter ist 8 - 10 Jahre. Jüngeren Kindern macht diese Geschichte aber sicherlich auch Spaß.

Die liebevollen Zeichnungen helfen bei der Vorstellung der Tiere und sind bei den Kindern sehr beliebt.

Als Familie hat uns das Lesen sehr viel Spaß bereitet.
Meine Kinder (10 Jahre alt) geben eine Leseempfehlung für alle Abenteuer- und Tierfans.



Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten:




Mittwoch, 25. Juni 2014

Das wilde Määäh von Vanessa Walder

http://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/das_wilde_maeaeaeh-7041/

Erscheinungsdatum : 10.03.2014
Verlag: Loewe 
ISBN: 9783785579695
E-Buch Text: 192 Seiten

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Fremde Laute dringen durch den Wald, was lauert dort in einer dunklen Höhle? Es riecht nach Mensch und ist doch keiner. Die Wölfin ist sich sicher, es muss ein Wolf sein und adoptiert das kleine schwarze wuschelige Etwas. Auch wenn Ham sich schwer tut beim Jagen und Heulen, fühlt er sich bei seiner Wolf-Familie wohl. Doch wer ist er wirklich und wo kommt er her. Neugierig macht er sich zusammen mit seinen Freunden auf die Suche.

Vanessa Walder hat mit dem Kinderbuch "Das wilde Määäh" ein wundervoll herzliches Kinderbuch geschrieben. Voller Humor, liebevollen Tierfiguren und einer spannenden Handlung lernen Kinder ganz nebenbei etwas über die Werte von Freundschaft, Zusammenhalt, Toleranz, Familie und Freiheit.
Die Sprache zieht den großen wie kleinen Leser sofort in seinen Bann. Jedes Tier besitzt eine besondere Art sich auszudrücken und hat damit einen großen Erkennungswert. Lustige Zeichnungen unterstreichen die Handlung und lassen die Geschichte noch lebendiger wirken.

Besonders die Hauptfigur Ham begeistert die jungen Leser. Er wächst als Findelkind bei seiner Wolfsfamilie auf und merkt erst langsam, dass er anders ist als die anderen Wölfe. Seine Eckzähne wachsen auf dem Kopf und auf die Jagd mag er nicht gehen. Auch mit dem Heulen will es nicht so recht klappen. Doch seine Wolfs-Familie liebt er über alles und seine Geschwister stehen ihm zur Seite.
Ungewöhnlich sind dann auch seine Freunde, die ihn auf der Suche begleiten. Jeder für sich besitzt ein Talent, welches während der abenteurlichen Suche nach Hams Herde nützlich wird.

Als Altersempfehlung wird vom Verlag ein Lesealter von 8 - 10 Jahren empfohlen. Wie schon erwähnt, macht es aber auch noch älteren Lesern sehr viel Spaß.

Als Familie geben wir volle Punktzahl mit Sternchen und freuen uns schon auf das nächste Abenteuer!