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Montag, 26. Dezember 2016

HELIX. Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg


www.helix-das-buch.de

    Erscheinungsdatum: 31.10.2016
    Verlag: blanvalet
    ISBN: 9783764505646
    Fester Einband: 648 Seiten

    Leseprobe

    Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten 
  "Was würden Sie tun, wenn Sie Ihrem Kind die
  Anlagen für den Olympiasieg mitgeben könnten?
  Oder, wo wir schon dabei sind, für höhere Intelligenz,
  bessere Gesundheit im Alter, längeres Leben?" Vor
  diese Entscheidung werden Helen und Greg
  gestellt, als sie sich für einen Besuch in "New
  Garden", einer geheimen
  Gen-Forschungseinrichtung entscheiden. Ihr
  Kinderwunsch ist so groß, dass all ihre Bedenken in
  den Hintergrund treten. Zur gleichen Zeit stirbt in
  München bei einem Staatsbesuch der
  amerikanische Außenminister und in Brasilien,
  Indien und Tansania werden Auffälligkeiten bei
  Tieren und Pflanzen entdeckt. Zufall?


Marc Elsberg hat einen Thriller geschrieben, der nicht nur beim Lesen Gänsehaut entstehen lässt, sondern auch Ur-Ängste des Menschen anspricht. Eingeteilt in 9 Abschnitte, die jeweils einem Tag entsprechen, wird über die Zukunft der Menschheit entschieden. Trotz des sehr wissenschaftlichen Themas kann man der Handlung durch den flüssigen Schreibstil gut folgen. Die Mischung aus Sachinformationen, Spannung und Fiktion macht den Reiz des Buches aus. Ein Personenverzeichnis wäre bei der Personenanzahl und den Handlungsorten hilfreich gewesen. Man findet sich aber nach einigen Seiten auch so zurecht.

Die Beschreibung der Charaktere ist glaubhaft und lebensnah. Die Arroganz der Wissenschaftler, die mit Leben spielen und die Hoffnungslosigkeit kinderloser Paare ausnutzen, ist deutlich spürbar. Die Hilflosigkeit der Politiker und des Staatsschutzes wird gut herausgearbeitet. Am Ende bleiben die Protagonisten aber Randfiguren mit wenig Tiefe.

Schwerpunkt des Romans ist die Gentechnik mit all seinen Facetten. Die Veränderung von Pflanzen hinsichtlich Resistenz und Wachstum haben wir alle wahrgenommen und mehr oder weniger hingenommen. Der große Aufschrei ist bisher ausgeblieben. Im Roman wird auch das Gute herausgearbeitet. Hungernde Menschen in Afrika, die plötzlich genug Mais zum Leben haben. Aber es geht hier auch um Kinder, die durch Genmanipulation mit zehn Jahren schon hochintelligente Wissenschaftler oder gefährliche menschliche Waffen werden. Uns wird der Spiegel vorgehalten: Wollen wir wirklich so eine Welt?

"In den Vereinigten Staaten erlaubt die Religion des Geldes ohnehin fast alles. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die kommunikative Herausforderung vielfältig ist, aber nicht so schwer, wie Sie vielleicht gedacht haben. Die wesentlichen Debatten werden sich früher oder später um die Themen Gleichheit und Gerechtigkeit drehen.
Der Thriller rüttelt auf und weckt die Neugier, auch wenn der Spannungsbogen nicht durchgängig gehalten werden konnte. Die CRISPR-Cas9-Methode ermöglicht der Wissenschaft neue Wege, die rechtlich und ethisch noch nicht berücksichtigt wurden. Wir sollten alle an diesen Entwicklungen beteiligt werden und uns nicht vor vollendete Tatsachen gestellt sehen.



 

Samstag, 27. Februar 2016

Moorfeuer von Nicole Neubauer



    Erscheinungsdatum: 18.01.2016
    Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag 
    ISBN: 9783734102127
    Flexibler Einband: 416 Seiten

    Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten 

Begeistert ist das Team der Münchner Mordkommission nicht, dass die örtliche Kripo sie zur Klärung eines Todesfalls im Moor hinzuzieht. Schon bei der Tatortbesichtigung, an der die verbrannte Frauenleiche gefunden wurde, kommt es zu Spannungen zwischen den Ermittlern. Die wenig mitteilsame Tochter der Toten und das Schweigen über die Vergangenheit der Familie, lassen sie schnell verdächtig erscheinen. Doch noch fehlt das Motiv, warum Eva Nell sterben musste.


Nicole Neubauer hat einen flüssigen, bildhaften Schreibstil. Da ich den ersten Band "Kellerkind" rund um Hauptkommissar Waechter nicht kannte, hatte ich anfänglich Probleme mit den schnell aufeinander erscheinenden Figuren und deren Zuständigkeiten. Besonders der "Hüter des Schweigens" gab mir einige Rätsel auf, die sich glücklicherweise im laufe der Handlung lösten.

Die Schilderung der düsteren Landschaft des Moores und die verschlossene, misstrauische Landbevölkerung haben mir besonders gefallen.

Gleich zu Beginn der Handlung merkt man, dass es sich hier um keinen leichten Fall handelt. Besonders mystisch wird das scheinbar lebendige Bauernhaus beschrieben, in der die Tote sich zuletzt aufgehalten hat. Es seufzt, knarrt und selbst ein Geist eines Mädchens soll durch das Haus wandern.

Die besonderen Charaktere dieser Geschichte treten sehr in den Vordergrund. Einzelkämpfer Waechter lebt privat am Rande der Verwahrlosung und hofft, dass er seine Fassade gegenüber den Kollegen weiter aufrechterhalten kann. Hannes verschließt vor seinen privaten Problemen die Augen und reagiert teilweise übersinnlich auf Dinge. Und auch Maret, die Tochter der Toten agiert übertrieben empfindlich und dann wieder abweisend, man bekommt sie einfach nicht zu fassen.

Verbotener Weise durchforstet Waechter per "U-Boot-Taktik" weiter die Vergangenheit der Bauernhausfamilie. Besonders diese Verknüpfung der historischen Fakten aus der Nachkriegszeit, dem damaligen Aberglauben der Bevölkerung und der heutigen Sichtweise darauf ergeben eine spannende Mischung.

Auch wenn es keinen durchgehenden Spannungsbogen gibt, wird man am Ende durch ein dramatisch unvorhersehbares Finale entschädigt.

Mir hat dieser gekonnt inszenierte Krimi mit schwierigen Charakteren, bedrückender Landschaft und mystischer Vergangenheit gefallen.



Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Tuchvilla von Anne Jacobs





    Erscheinungsdatum: 15.12.2014
    Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag 
    ISBN: 9783641144562
    ebook: 176 Seiten

    Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten 

In der Villa der Augsburger Fabrikantenfamilie Melzer scheint im Jahr 1913 lediglich der Erhalt des gesellschaftlichen Ansehens wichtig zu sein. Die älteste Tochter Elisabeth hofft auf einen Ehemann und das Nesthäkchen Katharina erträumt sich eine Karriere als Künstlerin. Stammhalter Paul studiert in München Jura, hat aber schon lange andere Pläne. Als die neue Küchenmagd Marie in die Tuchvilla kommt, verändet sich nicht nur der Dienstbotenalltag, sondern auch das Leben der Familie Melzer.


Anne Jacobs entführt den Leser in das gehobene Augsburger Gesellschaftsleben im Jahr 1913 mit all seinen Glanz und Schattenseiten. Der Schreibstil ist flüssig und trotz der historischen Handlung wirkt der Roman nicht angestaubt. Anhand der Tuchfabrikantenfamilie Melzer nimmt man Anteil an belanglosen wie schwerwiegenden Vorgängen. So gibt es für alle Gesellschaftsschichten scheinbar unüberwindbare Regeln, die nicht nur kleidermäßig einschneiden wie ein Korsett. Besonders die Charaktere der Töchter des Hauses und deren Leben werden detailliert skizziert.

Durch das Waisenmädchen Marie, das als neue Küchenmagd auf Drängen der Hausherrin eingestellt wird, lernt man den Dienstbotenalltag kennen. Sie trifft auf eine verschworene kleine Gemeinschaft bestehend aus Köchin, Hausdame, Kammerzofe, Diener und Stubenmädchen, in der sie sich beweisen muss. Denn auch hier gelten Regeln, die nicht überschritten werden dürfen.

"Wie gut konnte sie sich an ihren ersten Tag in der Tuchvilla erinnern. Fremd war ihr damals alles gewesen, der weite Park, der verwinkelte große Ziegelbau der Villa. Vor allem aber die Menschen, mit denen sie dort zusammentraf. Die Angestellten, die in einer festgefügten Ordnung lebten, und die Herrschaft, vor der sie einen Heidenrespekt gehabt hatte."


Man ahnt, dass ein Geheimnis auf Maries Vergangenheit lastet. Ihr eigenwilliger Stursinn und ihr selbstbewusstes Auftreten wollen einfach nicht zu einer Küchenmagd passen. Viele Andeutungen lassen den Leser rätseln, was es mit Maries Familie auf sich haben mag. Ihr schneller Aufstieg zur Kammerzofe der jungen Katharina läßt nicht nur bei den Dienstboten Neider auf den Plan treten.

Der geregelte Alltag endet abrupt, als Katharina heimlich die Villa verläßt. Hier endet auch der etwas langatmige ausführliche Schreibstil, der nun in ein spannenderes Tempo wechselt. Die Ereignisse überschlagen sich und führen zu unüberlegten Handlungen verschiedener Protagonisten, die am Ende Maries Geheimnis offenbaren.

Besonders gefallen hat mir der Einblick in das Leben der Fabrikantenfamilie Melzer. Man bekommt ein Gefühl für die vielschichtigen Zwänge, die sowohl von der Gesellschaft wie auch in der Familie bestehen. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie eng Dienstboten mit dem Leben der Herrschaften verbunden waren. Lediglich die etwas gestelzte Liebesgeschichte hätte es für meinen Geschmack nicht zwingend geben müssen.




Hier geht es zur Seite der Autorin: www.anne-jacobs.net  

Samstag, 16. Januar 2016

Kalter Zorn von Ilja Albrecht




    Erscheinungsdatum: 16.11.2015
    Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag 
    ISBN: 9783734100734
    Flexibler Einband: 320 Seiten

    Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten 

Ein skrupelloser Serientäter schlägt im beschaulichen westfälischen Xanten zu. Opfer ist eine junge amerikanische Austauschschülerin, die äußerst brutal und zielgerichtet gefoltert wurde. Schnell wird dem Fallanalytiker Kiran Mendelsohn klar, dass auch in den USA zwei junge Mädchen Opfer dieses Täters wurden. Zusammen mit dem FBI laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, doch ein weiterer Mord in Deutschland kann nicht verhindert werden. Der Täter muss aus der Reserve gelockt werden, bevor eine weitere Tat geschieht.


Ilja Albrecht hat nach "Sibirischer Wind" einen weiteren Thriller mit dem Psychologen Kiran Mendelson geschrieben. Die beiden Büchern lassen sich aber unabhängig voneinander lesen und sind in sich geschlossen. Der Schreibstil ist eher nüchtern, betrachtend. Der Autor verzichtet dankenswerter Weise auf reißerische und allzu brutale Szenen. Dennoch kann man sich ein sehr gutes Bild vom Täter und seinen Opfern machen. Der Täter scheint es nur auf eine bestimmte Art von jungen Frauen abgesehen zu haben. Er lauert, beobachtet und plant gezielt die Morde. Nichts scheint unüberlegt zu geschehen. Als Leser bleibt man bis zur letzten Seite völlig im Unklaren darüber, wer wohl dieser Täter sein mag. Auch die Ermittler tappen völlig im Dunkeln und auch der sonst so treffsichere Fallanalytiker kann sich kein klares Täterbild machen. Durch den ersten Mord wird der Spannungsbogen gleich hoch angesetzt und wird während der Falllösung gehalten.

Der Fokus liegt auf den Ermittlungen. Die Vorgehensweise des Teams wird detailliert beschrieben. Der Hauptaugenmerk wird dabei auf Kiran Mendelsohn gelegt. Als Kiran wegen der laufenden Ermittlungen in die USA reisen muss, wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Hier trifft er auf ehemalige Ausbilder und Kollegen. Während seiner Ausbildung in Quantico musste er einen aus der Kontrolle geratenen Kollegen erschießen. Die Reise wird für ihn eine Art Selbstfindung als er in einem Indianerreservat an einer reinigenden Zeremonie teilnimmt. Leider war für mich dieser Teil nur schwer mit der eigentlichen Handlung zu verbinden. Die Schilderung war mir zu lang und heroisch.

"Wenn du jetzt rausgehst und handelst, dann akzeptiere, was du tust und warum du es tust. Hinterfrage nicht, fühle und verstehe."
Der Thriller beleuchtet gesellschaftskritisch die vermeintlich heile Welt der erfolgreichen, schönen und sorglosen Jugend. Es werden dunkle Seiten beleuchtet und Unglaubliches hervorgebracht. Dabei bekommt man aber schnell den Eindruck, dass wirklich niemand so zu sein scheint, wie er vorgibt. Das alles in dieser neuen schönen Welt nur Lug und Trug ist.

Mich hat der Thriller bis auf die genannten Punkte überzeugen können. Die Suche nach dem Täter war bis zur letzten Seite spannend und konnte am Ende überraschen. Auf einen weiteren Fall für Kiran Mendelson darf man gespannt sein.

Autorenseite:


Montag, 11. Januar 2016

Mit jedem neuen Tag von Marc Levy





    Erscheinungsdatum: 25.05.2015
    Verlag: Blanvalet 
    ISBN: 9783641158323
    ebook: 368 Seiten

    Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten 

Der erfolgreiche Enthüllungsjournalist Andrew Stilman steht kurz vor der Veröffentlichung eines brisanten Artikels über Gräueltaten in Argentinien. Beruflich könnte es gerade nicht besser für ihn laufen und privat hält er um die Hand seiner wiedergewonnenen Jugendliebe an. Perfektes Glück, wäre da nicht der Abend des Junggesellenabschieds, an dem er eine wundervolle Frau kennenlernt, zu der er sich hingezogen fühlt. Trotz allem heiratet er und gesteht erst dann seiner Frau die Zweifel. Am nächsten Morgen wird er beim Joggen hinterrücks erstochen und wacht zwei Monate vor der Tat wieder auf. Eine Chance das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, den Mörder zu finden und für seine Liebe zu kämpfen.


Marc Levy hat einen ungewöhnlich fesselnden Schreibstil, der facettenreich und tiefgründig den Enthüllungsjournalismus beleuchtet. Andrew Stilman steht Pate für Journalisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Missstände aufzudecken.

Seine Recherchen führten zu einem unglaublichen Skandal in China: Gestohlene Kinder wurden als vermeintliche Waisen an amerikanische Eltern vermittelt. Doch wie so oft, hat die Medaille zwei Seiten. Die ahnungslosen Adoptiveltern erfahren aus einem Zeitungsartikel, dass ihre Kinder den leiblichen Eltern geraubt wurden und werden damit in eine unvorstellbar grausame Situation versetzt. Grund genug, ihn dafür zu töten?

Zusammen mit Andrew begibt sich der Leser auf die Suche nach dem Mörder und dessen Motiv. Die letzten 60 Tage durchlebt er ein zweites Mal und doch verschieben sich Kleinigkeiten. Eine Auseinandersetzung mit einem neidischen Kollegen findet früher und intensiver statt. Auch die Reise nach Argentinien wird zu einem gefährlicherem Unterfangen mit überraschenden Details. Reichen die Fäden der ehemaligen Militärfunktionäre bis nach New York?

Andrew läuft die Zeit davon und obwohl er Unterstützung durch einen ehemaligen Polizisten bekommt, nimmt die Zahl der mutmaßlichen Täter zu. Intensiv erlebt man als Leser den innerlichen Kampf, den Andrew durchleidet. Sich dem Tod ein zweites Mal stellen zu müssen, die geliebte Frau zu verlieren und einen Artikel nicht abschließen zu können raubt ihm die Kraft.

Eine Story, die einen Toten zurück ins Leben holt, um das Schicksal zu verändern ist schon gewagt. Trotzdem lässt man sich durch die spannende Handlung auf das Abenteuer ein. Das Ende ist deshalb um so überraschender und unvorhersehbar, offen für eigene Interpretationen. 


hier geht es zur offiziellen Autorenseite:




 

Mittwoch, 30. September 2015

Der Jungfrauenmacher von Derek Meister






    Erscheinungsdatum: 15.06.2015
    Verlag: blanvalet 
    ISBN: 9783734100604
    Flexibler Einband: 320 Seiten

    Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Im Nordseeküstenort Valandsiel wird nach einer Sturmflut die Leiche einer Frau angespült. Noch bevor der junge Polizeichef Knut Jansen mit den Ermittlungen richtig beginnen kann, taucht am gleichen Tag eine weitere Frauenleiche im Wasser auf. Dank der ehemaligen FBI-Profilerin Helen kann Knut erste Erfolge verzeichnen. Die Zeit drängt, denn seit 30 Jahren wird immer im Sommer ein weiteres Mädchen vermisst.


Derek Meister  hat mit dem Auftakt einer neuen Thriller-Serie um das Ermittlerteam Henning und Jansen einen fesselnden und spannenden Gänsehautthriller geschaffen. Der Schreibstil ist von der ersten Zeile an packend und bekommt durch die kurzen Kapitel ein rasantes Tempo.

Die Charaktere wirken sehr lebendig und werden detailliert und glaubhaft geschildert. Knut Jansen hat es als junger Polizeichef in Valandsiel nicht einfach. Er hat die Nachfolge seines Vaters angetreten und eckt häufiger als ihm lieb ist, bei seinen untergebenen Kollegen an. Die ständige Präsenz seines im Ruhestand befindlichen Vaters macht es ihm auch nicht leichter. Charmant ist sein Auftreten als Dorfsheriff. Cowboystiefel und ein Sheriffstern im Wagen komplettieren seine Vorliebe für Westernhelden.

Helen Henning gerät eher unfreiwillig in die Ermittlungen. Eigentlich wollte sie sich nur um den Nachlass ihres verstorbenen Vaters kümmern. Doch als ehemalige FBI-Ermittlerin kommt sie Knut als Unterstützung gerade recht. Ihre Vergangenheit und die damit verbundenen Ängste machen es ihr aber nicht gerade einfach, sich auf den Fall einzulassen.

Beklemmend und gleichzeitig spannend sind die Einblicke in sein Handeln, die der Mörder dem Leser gewährt. Seine Opfer wählt er gezielt aus, beobachtet, taxiert und wägt genau ab. Denn nicht jedes Mädchen ist für ihn die Richtige: 

"Du darfst sie nicht berühren. Du darfst sie nicht beschmutzen. Sie müssen rein bleiben.“
Der Spannungsbogen wird von Anfang an hoch gehalten und nur durch kurze Passagen leicht unterbrochen. Man fiebert mit den Ermittlern um jedes gewonnene Detail. Die Lösung scheint greifbar und wird auf schreckliche Weise widerlegt. Ein hochspannendes Finale rundet den gelungen Thriller ab.

Auf den zweiten Fall von Knut und Helen darf man gespannt sein.


Weitere Informationen sind auf der Autorenseite  und in einem Beitrag von Radio Bremen zu finden