Dienstag, 13. April 2021

Über Menschen von Juli Zeh

Erscheinungsdatum: 22.03.2021    
Verlag: Luchterhand
ISBN: 9783630876672
Fester Einband
Seiten:
416
  
Leseprobe




Meine Bewertung:
  5 von 5 Punkten 


Inhalt: 2020 - Dora beschließt ihren persönlichen Lockdown und flieht zusammen mit ihrer Hündin Jochen der Rochen aus Berlin hinaus aufs Land. Doch statt ruhiger Landidylle zieht es sie in ihr neu erworbenes Domizil mitten im Nichts nach Bracken in Brandenburg. Sie hofft auf Abstand und Ruhe nach der Enge einer komplizierter werdenden Beziehung, die immer stärker von Klima- und Pandemieaktivismus durchdrungen wird. Doras innere Zerrissenheit will trotz allem nicht zur Ruhe kommen. Erst als die Dorfbewohner mehr Raum in ihrem Leben einnehmen und ihre vorgefertigten Schubladenraster nicht mehr passen wollen, kann sie sich ihren Ängsten stellen und gewinnt eine neue Sicht auf sich und die Menschen.

Juli Zeh gibt mit Covid 19 nur den Zeitrahmen vor, nicht die Handlung. Es geht um unsere Gegenwart, den Umgang miteinander, das Vergessen von kleinen wunderbaren Dingen, Ängsten und deren Bewältigung und um Stärke im richtigen Moment zu handeln. 

Bracken, ein fiktiver Ort in Brandenburg, ist so beschrieben, wie man sich als Außenstehender ein ostdeutsches Dorf mit schwacher Infrastruktur, Arbeitslosigkeit und desillusionierten, wortkargen Menschen vorstellt. Hier möchte man nicht tot über den Zaun hängen. Aber genau an diesen Ort zieht es die 36-jährige Werbetexterin Dora. Nur weg aus Berlin und aus der Beziehung. Sie stört sich weder an dem maroden Zustand ihrer erworbenen Immobilie, noch an fehlenden Möbeln. Plan- und ahnungslos widmet sie sich ihrem Garten in der Hoffnung, einmal Freunde einladen zu können, sie sie gar nicht besitzt.

"Inzwischen kennt sie eine Menge Formen von Unruhe, Furcht und Aufregung. Sie hat die verschiedenen Zustände beobachtet, analysiert und katalogisiert. Sie ist eine Archivarin der Nervositäten."

Wer Dinge gerne nach Schwarz und Weiß sortiert, sollte sich auf ein Leseabenteuer gefasst machen. Juli Zeh ist es glaubhaft gelungen, einem "Dorf-Nazi", wie sich Doras Nachbar Gote selbst vorstellt, ein fast schon liebenswertes Profil zu verpassen. Der anfänglich grobe Nachbar, der sich hinter einer Mauer von Doras Grundstück abgrenzt, zeigt mehr und mehr raue, liebenswürdige Facetten. Heimlich wandern Möbel von ihm in Doras Haus, er organisiert einen weiteren Nachbarn, um dem Unkraut den Garaus zu machen. Aber gleichzeitig lernt man seine Vergangenheit kennen: eine Messerattacke, Nazigesänge und offen gezeigte Fremdenfeindlichkeit. Doras anfängliche Abneigung Gote gegenüber bröckelt, weiß sie doch die guten Seiten zu schätzen. Fragen und Ängste türmen sich dennoch in Dora auf. Darf man einfach wegschauen? Sollte man etwas unternehmen?

 "Das Gehirn gewöhnt sich an die Vorgaben der Angst, integriert sie ins Denken und verwischt die Spuren. Man leidet nicht unter der Angst, man praktiziert sie."

Vorbei ist es mit der selbst gewählten Einsamkeit, denn das brandenburgische Dorfleben schwappt ungefragt in Doras Leben. Trotz aller Gesellschaftskritik fließt auch eine Welle Humor durch die Handlung. Nachbar Heini schreckt vor keinem zu platten Witz zurück und zwei schräge Unternehmer, die anfangs als Drogenanpflanzer verdächtigt werden, stellen sich als blumensträußchenbindende AfD'ler und Comedian heraus. Zu lange darf man sich aber nicht an den unterhaltsamen Stellen aufhalten. Denn wie so oft im Leben wendet sich das Blatt und die Angst gewinnt wieder die Oberhand.

 "Auf der Rückseite dieser Liebe wohnt die Angst, einander zu verlieren. Ebenso grenzenlos, ebenso abgrundtief. Das ist mehr, als ein Mensch ertragen kann."

Mich hat dieser Roman überraschend in seinen Bann gezogen. Nicht nur die besonders gut herausgearbeiteten Charaktere, sondern auch die politische Grundstimmung dieser Zeit ist deutlich spürbar. Die Handlung regt an vielen Punkten zum Nachdenken und Hinterfragen an und macht deutlich: Es geht hier nicht um Rollen, Schubladen oder Kategorien. Am Ende sind wir alle nur Menschen.



Mittwoch, 7. April 2021

Als wir uns die Welt versprachen von Romina Casagrande

Erscheinungsdatum: 10.03.2021    
Verlag:
Fischer Krüger Verlag
ISBN: 9783810500090
Fester Einband
Seiten:
480
  
Leseprobe



Meine Bewertung: 
3,5 von 5 Punkten 





Inhalt: Mit ihren knapp 90 Jahren soll die Südtirolerin Edna bald ins Heim ziehen. Bevor es dazu kommt, entdeckt sie in einer Illustrierten einen Bericht über ihren Kinderfreund Jacob, den sie jahrzehntelang nicht mehr gesehen hat. Spontan beschließt die alte Dame ihre einst als Kind angetretene Fußreise von Deutschland nach Südtirol auf umgekehrten Weg erneut zu gehen, um eine alte Schuld zu begleichen. Zusammen mit Papagei Emil beginnt eine abenteuerliche Reise mit Hindernissen, erstaunlichen Begegnungen und vielen schmerzhaften Erinnerungen an die Zeit als Schwabenkind in einem fremden Land.

Der Klappentext hatte mein Interesse geweckt. Die unglaublich tieftraurige und bewegende Geschichte der Schwabenkinder wird viel zu selten thematisiert. Kleinkinder wurden ihren Familien entrissen und mussten auf schwäbischen Landgütern praktisch als Sklaven harte Arbeit verrichten. Genau dieses Thema greift Romina Casagrande mit der Geschichte der Südtirolerin Edna auf. 

Die Haupthandlung widmet sich aber mehr der 260 km langen Reise der alten Dame von Südtirol nach Ravensburg. Auch wenn man im hohen Alter noch sehr rüstig ist, wirkt die Wanderung mehr als unglaubwürdig. Zwar gibt es Zug- und Buspassagen, aber die langen Fußwanderungen und Übernachtungen unter freiem Himmel sind schwer nachvollziehbar. Im Schlepptau zieht sie immer einen Transportwagen mit einem Ara hinter sich her, der eine zusätzliche Belastung darstellt. 

Immer wieder trifft Edna, die zwar nicht sympathisch, aber sehr resolut und zielstrebig auftritt, helfende Mitmenschen, die ihr aus hoffnungslosen Situationen heraushelfen. Die Begegnungen haben fast schon klamaukartige Züge, wie der einsiedelnde Rocker oder der todesmutig fahrende Imker. 

Berührend wird es immer, wenn der Sprung in die Vergangenheit kommt:

 "Gedanken und Erinnerungen waren wie Spinnennetze, in denen sie sich verfing, klebten an ihrer Hand, wie die Haarsträhnen, die sich nicht aus der Stirn schieben ließen." 

Besonders Ednas Freund Jacob ist ein tragisch liebenswerter Charakter, der mehr Raum in der Geschichte verdient hätte. Ohne ihn hätte die kleine Edna auf dem Bauernhof schwer überlebt. Auch mit seiner Unterstützung musste sie viel unaussprechlich grausame Dinge erleben, aber er gibt ihr den Halt, um auf eine Rückkehr nach Südtirol zu hoffen. 

Warum in der Handlung unbedingt ein Papagei mit eingebaut wurde, hat sich mir nicht erschlossen. Dieses Tier wollte so gar nicht in die Welt der Schwabenkinder passen. Im Nachhinein habe ich gelesen, dass die Autorin Papageien liebt.  

Mich konnte die Mischung aus trauriger Vergangenheit und bonbonbunter überzogener Reise nicht vollständig überzeugen. Es gibt viele gute Ansätze und einige wenige besondere Momente, aber alles in allem bleibt der Roman zu sehr an der Oberfläche.

Samstag, 27. März 2021

Der Buchspazierer von Carsten Sebastian Henn

Erscheinungsdatum: 02.11.2020    
Verlag:
Pendo Verlag
ISBN: 9783866124776
Fester Einband
Seiten:
224
  
Leseprobe


Meine Bewertung: 
3,5 von 5 Punkten 







Inhalt: Jeden Abend sieht man Carl Kollhoff, einen alten Mann mit Schlapphut, durch die Stadt gehen. Ziel des Buchhändlers sind ihm lieb gewonnene besondere Kunden, die jeder für sich eine Last zu tragen haben. Carls empfohlene Bücher scheinen ihre Welt ein wenig leichter erträglich zu machen und sein persönlicher Lieferservice scheint allen gutzutun. Doch erst als sich die neunjährige Schascha dem Buchhändler auf seinen Buchspaziergängen anschließt, werden auf nie gestellte Fragen wichtige Antworten gefunden.

Mit diesem Roman hat der Autor Carsten Sebastian Henn allen Buchliebhabern tief aus dem Herzen gesprochen. Mit seinen warmen und berührenden Worten lässt er diesen sympathischen Buchspazierer lebendig werden. Wer möchte nicht von diesem wundervollen Mann ein Buch gebracht bekommen. Seine Kunden gewinnen durch ihn ein Stück Zuversicht in ihrem teils düsteren Leben.

 "Carl unterschied Leser in Hasen, Schildkröten und Fische. Er selbst war ein Fisch und ließ sich in einem Buch treiben, mal gemächlich, mal schnell. Hasen waren Schnellleser, sie rasten durch ein Buch und vergaßen ganz schnell, was sie wenige Seiten zuvor gelesen hatten."

Der Buchhändler hat ihnen allen einen literarischen Spitznamen wie zum Beispiel Frau Langstrumpf und Mr. Darcy gegeben, der sie treffend beschreibt. Der Handlung haftet dann auch etwas Märchenhaftes an. Als die kleine Schascha in der Geschichte auftaucht, ist sie wie eine gute Fee, die mit ihrer kindlich spielerischen Art die Menschen zueinander bringt. Der Abstand zwischen den Erwachsenen verringert sich von Buch- zu Buchlieferung. 

Hier wird ein Gefühl transportiert, welches jeder Leser kennt, der ein besonderes Buch gelesen hat. Die Handlung ist vielleicht ein wenig zu konstruiert und geht nicht allzu sehr in die Tiefe. Aber man fühlt sich wohl beim Lesen, freut sich über die Besuche bei den Buchlesern und lacht zusammen mit Schascha über ihre Lebendigkeit. 

Das Ende drückt arg auf die Tränendrüse und hätte sicherlich ohne Dramatik ein schönes Finale erreicht. Mir ging dadurch ein wenig der Wohlfühlaspekt verloren, der das ganz Buch getragen hat.


Freitag, 26. März 2021

Der große Sommer von Ewald Arenz

Erscheinungsdatum: 26.03.2021    
Verlag: DuMont Verlag
ISBN: 9783832181536
Fester Einband
Seiten
320
  


Meine Bewertung:
5 von 5 Punkten 
plus 💕




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Inhalt: Friedrich, genannt Frieder darf nicht mit in den Urlaub fahren, sondern muss seine Sommerferien bei den Großeltern verbringen, um für die Versetzungsnachprüfungen zu lernen. Ihm bangt vor der Strenge des Großvaters, der keine Nähe zulässt. Doch dieser Sommer wird zu diesem einen, an den man sich immer erinnern wird. Frieder fühlt die ersten Schmetterlinge im Bauch kribbeln, lernt, was Verantwortung, Freundschaft und Familie bedeuten kann.

Ewald Arenz hat mit wundervoll lebendigen Worten einen erinnerungswürdigen Sommer erschaffen. So empfindet man nur einmal den Sommer. Überall wartet ein Abenteuer darauf, entdeckt zu werden. Die erste Liebe voller Leidenschaft, Ungewissheit, Qual und Romantik. Friedrichs Gefühle sind so vertraut und nachvollziehbar. Jeder wird hier etwas von seinem eigenen großen Sommer entdecken. Wunderschön und wie vom Wind getragen, leicht zu lesen.

Die Charaktere sind so echt berührend und fühlbar. Besonders Frieder war mir durch seine feinfühlige Art, Dinge zu betrachten, sofort sympathisch. Ihm begegnet man zuerst auf einem Friedhof, während er nach einem Grab sucht. Dies ist nur eine von wenigen kurzen Sequenzen der Gegenwart, bis seine Gedanken wieder zum Sommer seines 16-jährigen Ichs zurückkehren.

 "Aber das alles hier, dieser Sommermorgen und die Blätter über dir und wie du lässig auf dem Rad sitzt und rauchst und cool aussiehst, das ist ..., als ob man das alles erst malen muss, damit man es in einem Moment aufnehmen kann. Damit man fühlen kann, was diesen einen besonderen Augenblick ausmacht."

Wer wäre schon begeistert für Prüfungen zu lernen, wenn alle anderen sich in der Sonne aalen. Genau das scheint Frieders Schicksal in den Ferien zu sein. Noch dazu im Haus seiner Großeltern, wo sein Großvater, ein Professor am Klinikum, kühl und abweisend keinerlei Verständnis für einen Teenager zeigt. Ganz anders dagegen Oma Nana, eine warmherzige, kunstbegabte Frau, die viel Einfühlungsvermögen bei ihrem Enkel zeigt.

Zum Glück gibt es noch den besten Freund Johann und Frieders ältere Schwester Alma, die die lauen Sommerabende zu etwas Besonderem werden lassen. Dann gibt es plötzlich Beate, ein Mädchen im Schwimmbad, das Frieders Herz so schnell berührt hat. Es macht unheimlich Spaß zu lesen, wie die ersten zarten Gefühle in Frieder erwachen. Seine Unsicherheit den eigenen Gefühlen gegenüber. Jeder hat das schon erlebt, aber hier wird es herrlich erzählt.

 "Den Werther hatte ich immer langweilig gefunden, aber in diesem Moment, in dieser Telefonzelle an diesem still-sonnigen Nachmittag, schüttelte es mich innen so durch, dass ich plötzlich verstand, dass manche diesen Orkan im Inneren irgendwann nicht mehr aushielten."

Nichts scheint die Freunde aufhalten zu können. Die verbotenen geheimen Plätze der Stadt scheinen ihnen zu gehören. Bis Johanns Vater stirbt und sich ein Schatten über die Freunde legt und ihre Freundschaft belastet. Der coole Johann zerbricht unter seiner Fassade, die er nicht mehr aufrechterhalten kann. Intensive, traurige und bewegende Momente zeigen, wie schnell das Leben einen neuen Weg einschlägt.

Hier zeigt sich, wie wertvoll der Zusammenhalt einer Familie ist. Der vermeintlich kalte Großvater erweist sich als großherziger, sympathischer Mensch, der es nur verstanden hat, sein Herz gut zu verstecken. Das Erkennen eines anders eingeschätzten Menschen wird leise, aber sehr intensiv herausgearbeitet und hat mir sehr gefallen.

Es endet, wie es beginnt. Der Kreis hat sich geschlossen.

Dieser Roman ist wundervoll, intensiv, ehrlich und klar. Am Ende merkt man, wie kostbar solche Erinnerungen im Leben sind.
 

Ich muss wohl nicht mehr sagen, wie sehr er mir gefallen hat.

Freitag, 19. März 2021

Die Erfindung der Welt von Thomas Sautner

Erscheinungsdatum: 24.02.2021    
Verlag: Picus Verlag
ISBN: 9783711721037
Fester Einband
Seiten:
408
  
Leseprobe



Meine Bewertung:
 4 von 5 Punkten 




Inhalt: Ein anonymer Auftraggeber bittet die junge Schriftstellerin Aliza Berg, einen Roman über das Leben zu schreiben. Die einzige Bedingung ist, eine vorgegebene Region mit all ihren Bewohnern mit einzubeziehen. Nicht nur das enorme Vorabhonorar reizt Aliza, sondern auch die Neugier auf die ihr unbekannte Gegend rund um den Ort Litstein. Die herzliche Aufnahme durch die Ortsansässigen macht es ihr leicht, erste Kontakte zu knüpfen. Besonders der Gräfin von Hohensinn fühlt sie sich verbunden und findet in deren Burg eine Unterkunft zum Schreiben.

Thomas Sautner versteht es beeindruckend und verwirrend Kluges in vielschichtig wunderschöne Worte zu hüllen. Meine Erwartung an einen Roman über einen Roman haben sich allerdings nicht erfüllt. Eine durchgehende Handlung habe ich nicht entdeckt. Vielmehr begleitet man unterschiedliche Personen in ihre persönlichsten Winkel. Es ist herausfordernd, die verschiedenen Erzählperspektiven zu erlesen. Sprunghaft geht es zu und nicht immer mochte und konnte ich folgen. 

Es geht hier tatsächlich um das Leben an sich in seiner ganzen Vielfältigkeit. Philosophische Betrachtungen und ins Unendliche abschweifende Gedanken des Grafen von Hohensinn. Die Schönheit und Wildheit der Natur, in der jeder sein darf, wer er will. Es geht um Liebe und Existenzangst.

Die Charaktere waren mir überraschend unwichtig. Mich hat das Spiel der Worte fasziniert, die gekonnt und spielerisch gesetzt werden.

 "... dass das Leben nur in der Art eines Lehrlings und nicht in der eines Meisters zu meistern ist, dass es nur andächtig und dann wild drauflos zu meistern ist, nur heulend und lachend, nur sich einmal davor in einer Ecke verkriechend und dann himmelwärts ihm entgegenspringend, und dass jeder darüber hinausreichende kluge Daseinsplan vom schallenden Lachen des Zufuallsgotts flachgewalzt wird wie ein zuversichtlicher Frosch vom Autoreifen eines dahinschießenden Land Rovers."

Mit dem Ende des Romans konnte ich mich nicht so recht anfreunden, da es zu sehr auf ein Drama hinausläuft, das sehr inszeniert und theatralisch wirkt. Aber vielleicht soll es auch genau so wirken, weil nichts im Leben einer Handlung folgt, sondern seine eigenen Wege sucht. Dies ist ein Buch zum in Gedanken hängen bleiben und Treibenlassen.