Fumiya sucht schon sehr lange ein verlorenes Buch, das sein kranker Vater zurückhaben möchte. Seine Suche führt ihn in einen kleinen Buchladen, der Kunden angeblich immer genau das richtige Buch gibt. Für ihn wird dieser Laden schnell mehr als nur ein Ort zum Suchen. Er findet nicht nur das vermisste Buch, sondern auch seine eigene Liebe zum Lesen wieder. Vor allem wegen Makino, der Managerin, die mit ihrer ruhigen Art und ihrem Blick für Menschen sofort etwas in ihm öffnet.
Je häufiger Fumiya in die Freitagsbuchhandlung kommt, um so wohler fühlt er sich dort. Er fängt als Aushilfe an, lernt das ungewöhnliche Team kennen, das so unterschiedlich ist und trotzdem wie eine kleine Familie wirkt. Zwischen Regalen, Papierduft, Gesprächen und wilder junger Kundschaft entstehen Geschichten über Menschen und ihrer Bücher – und immer wieder ist es ein Buch, das einsamen Herzen hilft, Geheimnisse löst oder Freundschaften schließt. Man muss die erwähnten Titel nicht kennen, um sich von ihnen berühren zu lassen. Die Autorin schafft dies durch feine Details.
Durch den Hörbuchsprecher und die bildhaften Worte der Autorin konnte ich mir vieles direkt vorstellen: der Lagerraum voller Bücher in einem nie fertig gebauten U‑Bahn-Schacht, die fast magische Atmosphäre der Buchhandlung, die Leichtigkeit mit der Makino agiert und das Team, das so viel Herz mitbringt. Dazu die Büchertische, die man am liebsten selbst durchstöbern würde.
Fumiya ist ein stiller, schüchterner Charakter, und das Team bringt Charme und Menschlichkeit in die Geschichte. Die Freitagsbuchhandlung wird zu einem Ort, an dem man sofort bleiben möchte.
Dieser Roman verspricht einen ruhigen entschleunigen Lesegenuss und versprüht pure Bücherliebe. Ein gelungener Auftakt dieser vierbändigen Reihe.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkten
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