Hauptkommissar Hannes Bremer entdeckt zufällig ein kleines Detail, das auf eine Verbindung zu seiner langjährigen Freundin und pensionierten Kollegin Charlotte Stern hindeuten könnte. Charlotte beginnt zu recherchieren und erhält moralische Unterstützung von ihrem Freund und ihren Mitbewohnern.
Nach und nach fügen sich die beiden Handlungsstränge zu einem Gesamtbild. Die Fragen, wer der namenlose Patient ist und was hinter der Brutalität der Räuber steckt, halten die Spannung konstant hoch. Mitten in der Ermittlungsarbeit sorgt die Senioren-WG, in der Charlotte lebt, für einen gemütlichen Kontrast. Auch wenn die Idee von Senioren, die auf eigene Faust ermitteln, nicht neu ist, verleiht sie dem Buch einen besonderen Reiz. Die sympathischen Figuren, ihre glaubhafte Freundschaft und das lokale Umfeld Hannovers bilden den Rahmen des Krimis.
Das Finale steigert die Dramatik noch einmal deutlich und wirkt stellenweise fast zu waghalsig. Während das Lokalkolorit und die sympathischen Figuren durch die Seiten tragen, fehlen mir am Ende ein wenig die Ecken und Kanten. Die Protagonisten bleiben eine Spur zu nett, was einen starken Kontrast zu den brutalen Taten der Verbrecher bildet.
Es ist ein unterhaltsamer Wohlfühlkrimi mit viel Hannover, einer herzlichen Figurenrunde und einem spannenden Rätsel. Die Ermittlungen habe ich als ortskundige Leserin gern begleitet.
Der Krimi ist Teil einer Serie, lässt sich aber problemlos ohne Vorkenntnisse der vorherigen Bände lesen.

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